Volker Budinger

Weltfrauentag in Solingen: Für Frauen auf die Straße!

Solingen. Mit Demonstrationen und vielen Aktionen setzt sich das Solinger Frauenforum rund um den internationalen Frauentag für Frauenrechte und den Kampf gegen Gewalt an Frauen ein.

Von Volker Budinger

»Mensch, Gleichberechtigung auf Vorderfrau bringen!« –  »Man wird über dieses Motto auf den Plakaten stolpern und zum Nachdenken angeregt«, sagt Solingens Gleichstellungsbeauftragte Gisela Köller-Lesweng.

»Null Toleranz für Gewalt«

Ab Freitag, 8. März, dem internationalen Frauentag, werden diese Plakate überall in der Stadt zu sehen sein. Darauf auch die Forderungen, für die sich nicht nur die Gleichstellungsbeauftragte, sondern ein ganzes Bündnis Engagierter, das Solinger Frauenforum, stark macht. »Da geht es zum einen um das Thema Gleichberechtigung.

Männer und Frauen sollen sich die Arbeit im Haushalt und zum Erwerb teilen«, erklärt Köller-Lesweng. Dazu bedürfe es natürlich der entsprechenden Rahmenbedingungen. »Etwa  bei der Kinderbetreuung. Bei den Vorschulkindern stehen wir in Solingen zwar gut da, bei den Grundschulkindern muss sich aber noch mehr tun«, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter. Zweite zentrale Forderung sei »Null Toleranz für Gewalt«. Das  bedeute auch, nicht wegzusehen und zu helfen.

Klinikverbund  bedrohe Frauen-Arbeitsplätze

Für Köller-Lesweng persönlich, besonders durch ihr Engagement im internationalen Frauenzentrum, gehöre da auch dazu, sich für Frauen zu solidarisieren, die etwa auf der Flucht Gewalt hätten erfahren müssen und deren Asylanträge trotz Traumatisierung abgelehnt würden. »Und wir machen uns auch stark dafür, dass es existenzsichernde Einkommen für Frauen gibt, auch später bei der Rente.«

Aktuell seien in Solingen durch die Diskussion um den möglichen Klinikverbund Solingen-Leverkusen auch viele Arbeitsplätze von Frauen bedroht. »Das betrifft dann besonders Stellen bei der Gebäudereinigung oder in der Wäscherei, wo vor allem Frauen arbeiten«, mahnt sie. Auch das sei ein Problem, auf das man aufmerksam machen möchte.

»Außerdem treten wir dafür ein, dass der Frauentag so wie in Berlin, auch in NRW ein gesetzlicher Feiertag wird«, sagt Köller-Lesweng.

Aber man wird um den 8. März herum nicht nur mit Plakaten für Frauenrechte eintreten. Es geht auch auf die Straße. So trifft man sich am Freitag um 16.30 Uhr zu einer Demonstration für Frauenrechte und gegen Gewalt an Frauen vor dem Hofgarten.

Später, ab  19 Uhr ist in der Cobra, Merscheider Straße 77, das Frauenfest »mit Kultur, Musik, Tanz und Buffet«. Nur zwei Veranstaltungen aus einem ganzen Bündel rund um den  Frauentag.
Zusammengefasst findet man weitere Termine bis in den Mai hinein in einer Broschüre, die ausliegt und im Internet unter www.solingen.de zu finden ist.

Gleichstellungsstelle

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