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Wann kehrt das Leben zurück?

Solingen. Das Schicksal des in die Jahre gekommenen und seit einigen Monaten geschlossenen Freizeitparkes beschäftigt die Solinger sehr, eine konkrete Entscheidung, was dort künftig passieren soll, ist bislang nicht gefallen.

Fakt ist: Der jetzige Eigentümer  Bernd Schmelter sucht seit über drei Jahren nach einem Nachfolger. Mit 75 Jahren möchten sich der Düsseldorfer Schausteller und seine Ehefrau aus Altersgründen zur Ruhe setzen, die Kinder haben andere Pläne und somit kein Interesse an dem Grundstück und/oder der Weiterführung des Betriebes. 

Eine interessante Option

Seit längerer Zeit gibt es nun einen Kaufinteressenten für das Grundstück.  Dieser möchte, laut Aussage von Michael Willemse (Sprecher eines vierköpfigen Teams, das sich für den Erhalt der Freizeitanlange einsetzt), eine Kindertagesstätte in der Bayernhalle einrichten und denkt auch über eine Kletteranlage nach. Den Rest der Fläche möchte er eventuell weiterverpachten. Sollte dies passieren  wäre denkbar, dass diese anderen Bereiche, darunter auch der Märchenwald, weiter als Freizeiteinrichtung betrieben werden könnten, eventuell durch einen neu gegründeten Verein.  Für Michael Willemse und sein Team wäre das eine durchaus interessante Option.  Eine Begehung habe zwar  ergeben, dass die Fahrgeschäfte und auch die Figuren und Häuser im Märchenwald diverse Ausbesserungen und Reparaturen benötigten, Willemse sieht darin aber kein Problem. »Wir haben ja mal eine Umfrage gestartet, wer sich für den Erhalt des Ittertals einsetzen würde und in welcher Form. Da kann ich nur sagen: Es sind rund 200 Menschen aus allen beruflichen Sparten von Landschaftsgärtner bis Handwerker dabei, es gibt Frauen, die die Kleidung der Märchenfiguren neu nähen möchten, wir haben wirklich für alles, was anfällt, engagierte Menschen  gefunden.« 

Ebenfalls hatte das Team das Projekt Freizeitpark  kürzlich bei einem Treffen zum integrierten Handlungskonzept Wald 2030 (ISEK) vorgestellt und ist dort auf viele offene Ohren gestoßen. Alexander Heinz, der seit diversen Jahren mit viel Liebe die Erlebniswelt Ratinger See betreibt, möchte dem Projekt mit Rat, Tat und seiner ganzen Erfahrung zur Seite stehen. 

Die Frist läuft ab

Unterstützung zum Erhalt, bzw. zur Wiederbelebung der historischen Anlage ist also vorhanden, nun warten alle gespannt auf die Entscheidung des Kaufinteressenten. Da die Verhandlungen mit diesem  aber seit Monaten nicht voranschreiten, habe Bernd Schmelter ihm eine Frist bis zum 15. Juli gesetzt, so Willemse. Die Wochenpost berichtet weiter.

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