Julia Lippert

Stadt bedauert Scheitern des Arena-Baus

Solingen. Trotz umfassender Voruntersuchung kann der Bergischen HC am Piepersberg-West kein Stadion errichten

Die Klingenstadt Solingen nimmt mit großem Bedauern die Nachricht zur Kenntnis, dass sich die »Arena Bergisch Land« des Bergischen Handball Clubs am Standort Piepersberg wohl nicht realisieren lässt. Nach eingehender Untersuchung der Städte Wuppertal und Solingen war der Standort auf der Stadtgrenze von Solingen-Gräfrath und Wuppertal-Vohwinkel gut geeignet für die Halle. In dieser sollen außer Handballspielen auch große Musikveranstaltungen stattfinden und andere Events, für die es in der näheren Region keine Räume gibt.

Angebot wurde abgelehnt

Doch der Privateigentümer der wesentlichen Grundstücksfläche von 55.000 Quadratmetern hat das von den Städten Solingen und Wuppertal sowie vom Bergischen HC mehrfach modifizierte Ankaufangebot kurz vor Abschluss der gesetzten Frist zum 30. September abgelehnt. Somit wird die insgesamt 97.000 Quadratmeter große Fläche an der A46 vom Bergischen HC nicht genutzt werden können.Die Stadträte von Wuppertal und Solingen hatten vor zwei Jahren auch bereits Aufstellungsbeschlüsse zur Schaffung von Baurecht gefasst, um das Projekt der »Bergischen Löwen« zu unterstützen. Diese Beschlüsse sind nun hinfällig. Oberbürgermeister Tim Kurzbach sowie Stadtdirektor und Planungsdezernent Hartmut Hoferichter sagen dem Bergischen Handballclub aber weiterhin ihre Unterstützung zu. Die Stadt Solingen wird nun prüfen, wie sie künftig ihre Flächen im Bereich Piepersberg-West entsprechend des Ittertal-Gutachtens für gewerbliche Nutzungen entwickeln kann.

Umfangreiche Machbarkeitsstudie

Hintergrund: Das Projekt »Arena Bergisch Land« war Ende 2013 unter Federführung des Bergischen HC und unter Begleitung ausgewiesener Experten aus den Bereichen Analyse (A.T. Kearney), Architektur (Gerber Architekten), Planung (Assmann-Gruppe), Schallschutz (Tohr Bauphysik) und Verkehrsleitplanung (Büro Runge) aktiviert worden. Am 31. März 2014 wurde eine Machbarkeitsstudie im Haus Müngsten, dem Schnittpunkt der drei Bergischen Großstädte Remscheid, Solingen und Wuppertal, unterhalb der Müngstener Brücke der Öffentlichkeit vorgestellt. Von den sieben Flächen kristallisierten sich drei Favoriten heraus: Der erste ist Kluse Wuppertal am Schauspielhaus, der zweite war der Piepersberg auf der Stadtgrenze zwischen Solingen und Wuppertal und der letzte Fürkeltrath auf Solinger Gebiet, angrenzend zu Haan an der A 46.

Alle drei Standorte sind nicht geeignet

Der Standort Kluse kam aus Wuppertaler Sicht (Verwaltung/Politik) nicht in Frage, der Standort Fürkeltrath aus Solinger Sicht nicht. Was blieb, war das Areal am Piepersberg. Hinsichtlich Schallschutz und Verkehrsplanung lagen bereits Voruntersuchungen vor.

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