Julia Lippert

Schnellere Hilfe beim Schlaganfall

Solingen. Neurozentrum Solingen kann ihr Leistungsspektrum erweitern

In Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie des Medizinischen Versorgungszentrums »radprax« kann das Leistungsspektrum der Stroke Unit an der Solinger St. Lukas Klinik deutlich vergrößert werden. Ziel der Klinik ist die Zertifizierung als überregionales Schlaganfallzentrum.

Beim Schlaganfall ist schnelle Hilfe nötig

Zeit ist ein entscheidender Faktor. »Bei einem Schlaganfall sterben durch die verminderte Durchblutung jeder Minute Gehirnzellen ab«, sagt Prof. Dr. Marcel Dihné, der Chefarzt der Neurologie. Er leitet die Stroke Unit an der Solinger St. Lukas Klinik, die mit ihren zwölf Betten auch die Akutversorgung eines Schlaganfalls für den Kreis Mettmann sichert. Jetzt konnte sich mit dem Neuroradiologen Dr. Hannes Nordmeyer – und der Investition von rund 1,5 Millionen Euro durch die radprax Gruppe – die Neurologie der St. Lukas Klinik, die Neurochirurgie des Städtischen Klinikums Solingen und die Neuroradiologie der radprax zum Neurozentrum Solingen zusammenschließen.
»Es gibt Patienten, bei denen die Neuroradiologie nicht infrage kommt, sondern operiert werden muss«, sagt Dr. Hannes Nordmeyer. Diese werden dann von Priv.-Doz. Dr. Ralf Buhl und seinem Team in der Neurochirurgie des Städtischen Klinikums behandelt. Die Patienten hätten dank eines speziellen Verfahrens oft schon direkt nach dem Eingriff ihre Fähigkeiten zurück.

Zeit sparen durch kurze Wege

»Wir arbeiten hier Wand an Wand mit buchstäblich kurzen Wegen«, sagt Prof. Marcel Dihné. Damit kann die Zeit der Verlegung jetzt gespart werden.

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