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Lukas-Klinik Solingen: »Meilenstein gegen den Schlaganfall«

Solingen. Die St. Lukas Klinik ist als überregionalen »Stroke Unit« zertifiziert. Damit ist sie nun zuständig für den Kreis Mettmann.

Es ist ein Meilenstein – für die St. Lukas Klinik und die Schlaganfallpatienten in und um Solingen. Die Schlaganfallstation des Krankenhauses in Solingen-Ohligs wurde als überregionale Stroke Unit zertifiziert.

Bereits als Professor Dr. Marcel Dihné im Jahr 2013 als Chefarzt die Leitung der Neurologie an der St. Lukas Klinik übernommen habe, sei sein Ziel die überregionale Stroke Unit gewesen, berichtet das Krankenhaus.

Eine Million Euro investiert

Zu diesem Zeitpunkt war die Neurologie bereits als regionale Stroke Unit mit dem Versorgungsauftrag für Solingen und den Kreis Mettmann anerkannt. »Die Region um Solingen war im Prinzip leer«, sagt der Neurologe. Patienten, bei denen ein Blutgerinnsel in den hirnversorgenden Gefäßen nicht medikamentös aufgelöst werden konnte, mussten nach Düsseldorf, Wuppertal oder Essen verlegt werden.

Die Zeiten sind vorbei seit im vergangenen Jahr die Radprax direkt in der Lukas Klinik rund eine Million Euro investierte und die Neuroradiologie etablierte.

Lange Verlegungsfahrten in die anderen Zentren gehören nun der Vergangenheit an. Das spare Zeit. Zeit, die für die Patienten entscheidend sein könne. »Außerdem sind wir ein gut eingespieltes Team«, sagt Dr. Andree Boldt, Regionalleiter der Radprax für die Standorte Solingen und Hilden.

In jeder Minute ohne ausreichende Blutversorgung sterben Nervenzellen ab. Je weniger Zeit vergeht, bis die Durchblutung wieder hergestellt ist, desto weniger Folgen des Schlaganfalls sind für den Patienten zu erwarten. Daher sind die Abläufe im Schlaganfallzentrum klar geregelt.

Spezialisten arbeiten zusammen

Hochspezialisierte Neurologen und Neuroradiologen, Anästhesisten, spezialisierte Pflegekräfte, Therapeuten, Sozialdienst – alle arbeiten Hand in Hand und gegen die Uhr.

Die Zahl der Patienten, die mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall in die Lukas Klinik eingeliefert werde, steige in den vergangenen Jahren stetig an, berichtet die Klinik.

Seien es 2011 noch 1100 Patienten lag sie 2018 bereit bei über 1500. Rechne man die dazu, die mit Schlaganfall-Symptomen eingeliefert werden, bei denen sich aber eine andere Erkrankung herauskristallisiert, liegt man bereits bei 1745 Fällen.

»Bis die andere Ursache gesichert ist, behandelt wir aber auch diese Patienten so als hätten sie einen Schlaganfall«, betont Dihné.

Erst 2016 wurde die Zahl der neurologischen Betten von 68 auf 78 erhöht, allein sieben davon für die Stroke Unit.

Durch die überregionale Bedeutung in der Schlaganfallversorgung werden jetzt erneut zwei Betten für die Akutversorgung aufgestockt. »Wir werden zukünftig 14 Betten haben“, sagt Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker.

Zusätzlich sollen vier sogenannte »Intermediate Care-Betten« als Überwachungsbetten zwischen Intensiv- und Normalstation die Versorgung optimieren.

Dazu werden Umbaumaßnahmen erforderlich. Bis Ende des Jahres sollen Stroke Unit, Intensivstation und Intermediate Care strukturell, baulich und personell als eigenständige Bereiche geführt werden. 500.000 Euro wird die Umstrukturierung die St. Lukas Klinik kosten.

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