Volker Budinger

Klinik-Verbund stößt auf Kritik in Solingen

Solingen. Bürgerinitiative fordert Rettung des Klinikums in Eigenregie

»Stärkungen für beide Häuser«  würde es laut kürzlich vorgestelltem Gutachten geben, wenn das Klinikum Solingen mit dem Klinikum Leverkusen einen Verbund eingehen würde.

Zusätzliche Erlöse von rund drei Millionen Euro laut dem Gutachten und Einsparungen von rund 3,2 Millionen Euro wären möglich – und wohl ein Lichtblick für das in finanzielle Schieflage geratene städtische Klinikum Solingen.

Viele Fragen seien noch offen

Nach der Veröffentlichung des Gutachtens jetzt kam aber auch um gehend Kritik auf. Die Bürgerinitiative (BI) »Solingen gehört uns!« hält nicht viel vom zusammengehen mit den Leverkusenern. »Aus Sicht der Bürgerinitiative ist der geplante Verbund ein durchaus problematisches Projekt. Viele Fragen sind offen, die Vorteile der geplanten Partnerschaft mit dem Leverkusener Klinikum wurden nicht überzeugend dargestellt und zu den Nachteilen und Risiken wurde recht wenig gesagt«, äußerte Birgit Correns für die BI.

Seitens »Solingen gehört uns!« strebe man eher eine Rettung des Klinikums in Eigenregie an. Dafür habe man bereits im Mai 2018 einen Bürgerantrag, unterzeichnet von 2.376 Unterstützern, gestellt, berichtet Correns. Den habe man nun noch einmal gestellt. Kritik äußerte die BI auch an der Geheimhaltung der Verhandlungen.
Oberbürgermeister Tim Kurzbach hatte vor kurzem im Rat erklärt, alle Seiten müssten zu Kompromissen bereit sein. Eine Sicherung des Krankenhauses in der Stadt sei  ohne möglicherweise schmerzhafte Einschnitte wohl nicht möglich.

Das Klinikum hatte im vergangenen Jahr ein Minus im Bereich von bis zu zwei Millionen Euro eingefahren. Das Klinikum Leverkusen, das bereits etliche Bereiche ausgegliedert hat, landete  knapp im positiven Bereich.

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