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Hotel in Ohligs - »Meilenstein für den Stadtteil«

Solingen. Auf der Ostseite des Hauptbahnhofs soll bis 2021 ein Drei-Sterne-Haus entstehen. Die Eigentümer der beiden Grundstücke – der Solinger Unternehmer Michael Kölker sowie die Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft (BEG) NRW – haben mit den Investoren Karsten Monke und Marc K. Thiel die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

Für Oberbürgermeister Tim Kurzbach erfolgt damit eine entscheidende Weichenstellung, die nicht nur für Ohligs, sondern für ganz Solingen von großer Bedeutung sei.

Der Bau der Codecentric-Zentrale, die Entwicklung des Hansa-Quartiers mit dem Galileum – und nun das Hotel – »Ohligs gewinnt noch einmal enorm an Strahlkraft«, sagt Kurzbach. Weiter weist er auf auf das Steigerungspotenzial bei den Übernachtungszahlen in Solingen hin: »Uns fehlen Betten in Solingen. Mit diesem Hotel füllen wir endlich eine Lücke, die uns schon lange zu schaffen macht.«
Wie die Investoren ankündigen, soll in Ohligs ein Drei-Sterne-Business-Hotel entstehen. Fünf Geschosse bieten dann Platz für 160 Zimmer. Für die im Erdgeschoss vorgesehene Gastronomie suche man noch Interessenten.

Karsten Monke und Marc K. Thiel erklären weiter, dass der Zugang zum Fußgängertunnel in Richtung Hauptbahnhof und Ohligser Innenstadt in den Komplex integriert werde.

Nächste Schritte »zügig« einleiten

Stadtdirektor und Planungsdezernent Hartmut Hoferichter betont, dass mit dem Bau des Hotels ein weiterer Schritt zur Umsetzung der städtebaulichen Zielsetzungen realisiert werde, um die Ostseite von Ohligs künftig noch  besser mit dem Stadtteilzentrum rund um die Düsseldorfer Straße zu verknüpfen.

»Es liegt ein rechtsgültiger Bebauungsplan vor, den die Stadt Solingen in enger Abstimmung mit den bisherigen Grundstückseigentümern sowie mit den Investoren aufgestellt hat.
Auf dieser Grundlage können jetzt zügig die nächsten Schritte eingeleitet werden. Ich gehe davon aus, dass wir im zweiten Quartal den Bauantrag erhalten und dann die Baugenehmigung erteilen können«, erklärt Hoferichter.

Nach den Vorstellungen von Karsten Monke und Marc K. Thiel  könnte noch in diesem Jahr der Abriss erfolgen. Die Investoren planen mit einer Bauzeit von 15 Monaten und einem Investitionsvolumen von circa 20 Millionen Euro.

Der Hotelbetrieb soll voraussichtlich Mitte 2021 starten. Die Stadt Solingen plant weitere Investitionen ins Umfeld des Hotels.

Die Gelder entnehme man dem Städtebauförderungs-Programm des Landes. Dazu gehöre die Erneuerung des östlichen Tunnelzugangs einschließlich der Treppe und des Aufzugs. Auch eine gesicherte Fahrradabstellanlage für Bahn-Pendler sei vorgesehen. Zudem plane man den Vorplatz (Sauerbrey- / Steinstraße) neu zu gestalten.

Marc Westkämper, Bezirksbürgermeister von Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid, freut sich, dass endlich Klarheit über den Investor besteht und auch die notwendigen Grundstückskaufverträge abgeschlossen wurden: »Dies ist ein guter Tag für Ohligs! Seit vielen Jahren haben wir uns die Errichtung eines Hotelneubaus am Hauptbahnhof gewünscht.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen wird dieses Projekt endlich konkret. Ein Hotel an diesem zentralen Standort wird ein weiterer Meilenstein für den Stadtteil sein. Die Kombination von Bahnhof und Hotel wird viele Messegäste und Touristen nach Solingen locken, zumal der künftige Betreiber über internationale Bekanntheit verfügen soll.

Das alles könnte wichtiges Wachstum nach Ohligs und ganz Solingen bringen. Ohligs wird so immer mehr zum Eingangstor für die gesamte Stadt.

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