Nele Behr und Marcus Italiani

Azubis: Perspektive gewechselt – Herausforderung gemeistert

Solingen. »Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt«. Das 13. Azubi-Bauprojekt der Sparkasse Solingen war ein voller Erfolg. Darüber freuen sich vor allem die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule.

Von Nele Behr und Marcus Italiani

Solingen. Vor Kurzem wurde das neue Klettergerüst der Albert-Schweitzer-Schule eingeweiht. Eine Woche lang haben die 15 Azubis der Solinger Sparkasse an dem Bauprojekt gearbeitet. Für die jungen Leute im zweiten Lehrjahr war es eine ganz neue Erfahrung. Alles per Hand anzufertigen ist für sie keineswegs alltäglich.

Kurzbach: »Man kann alles erreichen«

Denn »die meisten Azubis haben davor höchstens ein Ikea-Regal mit vorgegebenen Löchern aufgebaut«, sagt eine der Beteiligten lachend. Eine weitere Herausforderung war der Zeitdruck, denn das Klettergerüst sollte rechtzeitig am Einweihungstag fertig sein. Um diese Zeitangabe einzuhalten, gab es viel Unterstützung durch die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule, die mit den Azubis manchmal bis in den Abend hinein gearbeitet haben. Mit Erfolg, wie man sehen kann.

Das würdigte auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der vor vielen überraschten Schülerinnen und Schülern erklärte: »Es ist so schön, zu sehen, was man erreichen kann, wenn man daran glaubt. Und das gebe ich Euch mit, weil ich vor 25 Jahren selber Schüler auf dieser tollen Schule gewesen bin. Wer an der Albert-Schweitzer-Schule seinen Abschluss schafft, der kann alles werden – ob Sparkassendirektor oder Oberbürgermeister.«

Mit jeder neuen  Idee kreativer

Die ersten Planungen des Projektes begannen schon am 6. Dezember. Dort wurde zunächst die Vorgehensweise besprochen und mit den beteiligten Partnern abgestimmt. Doch die Gestaltung und die Umsetzung wurden letztlich von den Azubis übernommen. »Sie wurden durch jede neue Idee kreativer und mutiger«, sagt Andrea Grafweg, bei der Stadt-Sparkasse Solingen für Aus- und Weiterbildung zuständig.

Um ihre Ideen umzusetzen erhielten die Azubis Unterstützung durch das Team Alea, dessen Mitglieder die Neulinge im Baugeschäft täglich motivierten, trotz einiger Schwierigkeiten weiter zu arbeiten, auch wenn so früh am Morgen manchmal nicht alles so gelingen wollte wie geplant. »Bei Ikea sind die Löcher vorgebohrt. Wir mussten das selbst erledigen. Daher konnte die eine oder andere Bohrung schon mal zu einem schiefen Ergebnis führen«, sagt eine Auszubildende augenzwinkernd. Am Ende haben sie es jedoch geschafft und sogar ein ganz hervorragend aussehendes und belebendes Element auf dem Schulhof platziert. 

»Projekte wie diese sind unbezahlbar«

Jetzt erfreut das neue Klettergerüst auf dem einst tristen Schulhof der Albert-Schweizer-Schule sowohl Lernende als auch die Baumeister, die sich ab sofort wieder ihrer Ausbildung bei der Bank widmen werden. »Es ist so wichtig, mal die Perspektive zu wechseln und diverse Wege zur Problemlösung kennen zu lernen. Daher sind Projekte wie dieses unbezahlbar«, so Grafweg abschließend.   

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