Die Alternative zum Rauchen? – Beliebtheit von E-Zigaretten wächst

Die Auswahl ist groß: Von der Einweg-e-Zigarette über Micro- und Mini-Modelle bis hin zu sogenannten Pen-Devices oder eGos gibt es für Dampfer viele Varianten.

Mittlerweile gehören E-Zigaretten in Deutschland für viele ehemaligen Raucher zum Alltag wie vorher die klassische Zigarette. Zahlentechnisch sind ungefähr zwei Millionen Menschen seit Aufkommen der dampfenden Alternative auf die „gesündere“ E-Zigaretten umgestiegen. Entwickelt wurde die E-Zigarette von einem Mann namens Hon Lik, der auch als Mitbegründer einer der ersten E-Zigaretten-Firmen gilt. Schnell wurde das Dampfen zum Trend und das Rauchen war out. Nicht nur, dass die E-Zigarette äußerlich optisch an den eigenen Geschmack angepasst werden kann, angeblich ist sie auch eine gesündere Alternative zum Rauchen. 

Was ist eine E-Zigaretten und wie unterscheidet sie sich von herkömmlichen Zigaretten?

Viele Menschen kennen das Spielchen an Silvester: Oft beinhalten die guten Vorsätze für das neue Jahr die Idee, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Seitdem die E-Zigarette auf dem Markt ist, hat sich dieser Vorsatz für viele Raucher tatsächlich umsetzen lassen. Im Gegensatz zur klassischen Zigarette handelt es sich bei der E-Zigarette um ein Gerät, das aus verschiedenen Komponenten besteht und nach Verbrauchen des eingebauten Akkus wie andere digitale Geräte aufgeladen werden muss.

Eine E-Zigarette besteht aus drei Hauptbestandteilen: dem Verdampfer mit Coil, einem Tank für das Liquid und dem Akku.

Die E-Zigaretten bestehen aus Verdampfer, Tank und Akku. Sie lassen sich optisch je nach Lust und Laune verändern und können durch Liquids mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen ergänzt werden. Während die Zigarette Tabak verbrennt, der dadurch Gift- und Schadstoffe freisetzt, verdampft bei der E-Zigarette eine Flüssigkeit, die Nikotin enthalten kann. Letzteres ist allerdings mit dem Nikotin in speziellen Pflastern oder Kaugummis auf pharmazeutischer Basis aus der Apotheke zur Entwöhnung zu vergleichen. Der Dampf aus der E-Zigarette enthält keinen Teer, kein Kohlenmonoxid und keine anderen Giftstoffe. Daraus resultiert auch gleichzeitig ein anderes Verhalten hinsichtlich des Passivrauchens. Während viele Menschen in Gesellschaft eines Rauchers quasi dazu genötigt werden, den unangenehmen Qualm indirekt mitzurauchen, ist das zwar bei der E-Zigarette auch der Fall, allerdings riecht der ausgestoßene Dampf dann nach Apfel, Butterkuchen oder Schokolade. Außerdem bleibt der Geruch nicht an der Kleidung und auch nicht in der Wohnung hängen. 

Vorteile der E-Zigaretten

Mit einer E-Zigarette reduzieren Raucher die gesundheitlichen Risiken angeblich um 95 Prozent. Darüber hinaus soll die Alternative bei der Nikotinentwöhnung helfen. Denn grundsätzlich ist es jedem Dampfer selbst überlassen, wie hoch der Nikotingehalt in der zu verdampfenden Flüssigkeit ist. Jeder Interessierte ist dazu in der Lage, sich seine Liquids bei Bedarf selbst anzumischen oder gleich auf eine Variante ohne Nikotin zu setzen. So gelingt es vielen ehemaligen Rauchern durch die stetige Abnahme von Nikotin in der Liquid-Mischung gänzlich auf den Suchtstoff zu verzichten. Ein weiterer Grund, warum so mancher Raucher auf die E-Zigarette umgestiegen ist, sind die Kosten. Generell ist die Anschaffung zunächst etwas teurer, aber dauerhaft ist es möglich, durch diese Umstellung mehr Geld einzusparen als beim Rauchen von Zigaretten. Zusätzlich ist die E-Zigarette wesentlich sauberer als eine klassische Zigarette, die nicht nur für einen unangenehmen Geruch sorgt, sondern auch stets einen Aschenbecher benötigt. Auch hier punktet die E-Zigarette mit Unkompliziertheit, denn Asche gibt es nicht. Außerdem schmeckt es den Dampfern tatsächlich, da sie auf eine Lieblingssorte von Käsekuchen über Sahnebonbons bis hin zum Früchtecocktail setzen können.

Es gibt sie inzwischen vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Aromen, mit und ohne Nikotin, denn die sogenannten Liquids gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der E-Zigarette.

Seit dem Jahr 2017 hat sich für Dampfer einiges verändert, denn sie dürfen ab letztem Jahr nur noch Liquids und E-Zigaretten kaufen, die die Vorgaben der Tabakproduktrichtlinie der EU erfüllen. Dazu gehören Größenbeschränkungen von Liquids auf zehn Milliliter und Nikotin-Dosierungen mit 20 Milligramm pro Milliliter. Dem Absatz in der Dampfer-Szene tut das allerdings keinen Abbruch. Großhandelsunternehmen wie InnoCigs sorgen mit einer großen Auswahl an Modellen und Zubehör von unterschiedlichen Marken und Herstellern dafür, dass sich Dampfer einem riesigen Sortiment gegenübersehen. Als Experte auf diesem Gebiet unterstützt der Fabrikant auf seiner Webseite bei der Auswahl und erklärt, worauf es bei der Zusammenstellung der einzelnen Teile tatsächlich ankommt. Nicht nur die Optik ist hier entscheidend, denn es geht sowohl um Zugtechniken als auch um Liquidstärken, die dafür sorgen, dass ein Dampfer das perfekte Gerät für die eigenen Bedürfnisse findet. 

Wie schädlich sind E-Zigaretten wirklich?

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Verbandes des eZigarettenhandels ist den meisten Deutschen die tatsächliche Wirkung und Bedeutung der E-Zigarette nicht bewusst. 54 Prozent haben sich dahingehend geäußert, dass die elektronischen Dampfgeräte genauso oder noch schädigender für die Gesundheit sind als klassische Zigaretten mit Tabak. Das Problem liegt an der nicht stattfindenden Aufklärung zu diesem Thema. Jedenfalls sieht das der VdeH (Verband des eZigarettenhandels) so. Das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. hat einen Beitrag zu den vier ärgerlichsten E-Zigaretten-Mythen verfasst. Auf Platz Eins befindet sich ebenfalls die oben genannte Aussage, die auch in der VdeH-Umfrage die Mehrheit der Befragten tätigten: Die elektronischen Alternativen sind ebenso schädigend wie die Zigaretten mit Tabak-Füllung. 


Es gibt zwar viele verschiedene Studien zu diesem Thema, die auch belegen, dass E-Zigaretten weniger schädlich als die klassische Tabakzigarette sind, dennoch sollten Verbraucher den Konsum nicht verharmlosen. Zum einen ist die zu verdampfende Flüssigkeit mit Nikotin gemischt, was bedeutet, dass auch diese Alternative süchtig macht. Zum anderen bestehen ein paar Aromen aus Inhaltsstoffen, die Reizungen der Atemwege und allergische Reaktionen auslösen können. Darüber hinaus ist es sehr schwierig, eine allgemeingültige Studie zu führen, da es viele unterschiedliche Systeme und Modelle der E-Zigarette gibt, sodass ein Vergleich in punkto Schädlichkeit eher unausführbar scheint. Ein weiterer Faktor, der von Dampfer zu Dampfer unterschiedlich ist und somit auch nicht in diese Gleichung einbezogen werden kann, ist das Nutzungsverhalten und die Dampfdauer. Auch hiervon ist abhängig, wie stark die im Verdampfer freigesetzten Chemikalien auf den Körper einwirken. 

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