Abbildung 1: Neue und moderne Wohnsiedlungen entstehen vor allem dort, wo der Platz es zulässt. Auch das Budget der Bauwilligen spielt eine Rolle, denn die Grundstückspreise ziehen immer weiter an.

Die Immobilienpreise gehen durch die Decke. Doch was heißt das eigentlich für Erkrath?

Dass die Preise für Grundstücke und Immobilie immer weiter ansteigen, ist längst kein Geheimnis mehr. Bereits Anfang 2017 zeichnete die Fachzeitschrift Capital in ihrem Immobilienkompass dieses Bild von Erkrath: In Erkrath gibt es vornehmlich gute und mittlere Wohnlagen.

Der Quadratmeterpreis ist hoch und variiert je nach Kaufvorhaben 

Um zu verstehen, welches Investment diejenigen stemmen müssen, die sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen, hilft ein Blick auf die Quadratmeterpreise. 

So sehen die Kosten in Erkrath aus:

  • Einen Neubau in Erkrath zu kaufen, kostet im Schnitt zwischen 2.789 und 3.335 Euro pro Quadratmeter, je nachdem auf welcher Seite der Bahnlinie gebaut werden soll. Die Preisspanne liegt im Süden der Bahnlinie zwischen 2.827 und 4.178 Euro pro Quadratmeter. 
  • Eine Bestandsimmobilie in Erkrath zu kaufen, kostet im Schnitt zwischen 2.776 und 2.839 Euro pro Quadratmeter, je nachdem auf welcher Seite der Bahnlinie gebaut werden soll. Die Preisspanne liegt im Süden der Bahnlinie zwischen 1.947 und 3.506 Euro pro Quadratmeter, nördlich davon zwischen 2.096 und 3.588 Euro pro Quadratmeter
  • Eine Eigentumswohnung (Neubau) in Erkrath zu kaufen, kostet im Schnitt zwischen 2.527 Euro pro Quadratmeter. 
  • Eine Eigentumswohnung (Bestandsimmobilie) in Erkrath zu kaufen, kostet im Schnitt zwischen 1.794 und 1.918 Euro pro Quadratmeter, je nachdem auf welcher Seite der Bahnlinie gebaut werden soll. Die Preisspanne liegt im Süden der Bahnlinie zwischen 1.417 und 2.682 Euro pro Quadratmeter, nördlich davon zwischen 1.352 und 2.198 Euro pro Quadratmeter. 

Auf dem Weg zum Eigenheim. So sieht der Weg zum Hauskredit aus

Wer in Vergleichsportalen, wie beispielsweise Verivox, nach Angeboten zur Baufinanzierung, fahndet, muss im ersten Schritten erst einmal drei grundsätzliche Angaben machen: Die gewünschte Sollzinsbindung, der Kaufpreis und die Darlehenshöhe sind nötig, um das Vergleichsportal anzustoßen. 

Was das Portal nach dem nächsten Klick liefert sind Angaben zu den möglichen Zinssätzen. Im Beispiel liegt die Sollzinsbindung bei 10 Jahren. Der Kaufpreis liegt bei 200.000 Euro und die Darlehenshöhe beträgt 160.000 Euro. Das Portal gibt mit diesen Werten sowohl einen gebundenen Sollzins (zwischen 1,1 und 1,73 Prozent) sowie einen effektiven Jahreszins (zwischen 1,13 und 1,74 Prozent) aus. Um diese Werte sowie eine monatliche Rate zwischen 413 und 496 Euro zu erhalten, wurde eine Tilgung von zwei Prozent angenommen, eine Absicherung über eine Grundschuld, einwandfreie Vermögensverhältnisse sowie den Berufsstatus eines Angestellten.  

Mit diesem ersten, groben Ergebnis können Bauwillige die Berechnung auf ihre Werte anpassen. Soll eine noble Immobilie für eine halbe Million Euro errichtet werden, das Eigenkapital liegt bei 100.000 Euro und die Sollzinsbindung soll für zehn Jahre gelten, kommt der Online-Rechner bei der Postleitzahl aus dem Kreis Mettmann auf dieses Ergebnis:

  • Zinsen: gebundener Sollzins zwischen 1,05 und 1,67 Prozent,  effektiver Jahreszins zwischen 1,06 und 1,69 Prozent
  • Raten: zwischen 1016,67 und 1224,04 Euro

Deswegen zieht es viele nach Erkrath

Erkrath ist also teuer, aber eben auch beliebt. Warum das so ist, wird mit Blick auf die umliegenden Ortschaften nur allzu deutlich, denn: Erkrath gehört zur Agglomeration Düsseldorf bzw. grenzt an die Hauptstadt des Bundeslandes buchstäblich an. Die Nähe zur Stadt einerseits und die grüne Lage auf Bergischen Heideterrassen, zwischen Hochflächen auf der einen Seite und dem Tiefland des Niederrheins auf der anderen Seite, stellen den Wohlfühlfaktor, der viele in den Ort zieht. 

Doch die Infrastruktur der Stadt bedeutet für Ansiedlungswillige heutzutage weit mehr als nur Stadtnähe und viel Grün vor der Haustür, denn: Diejenigen, die sich nach einem Wohnort für die Zukunft umsehen, suchen nach einem Ort, an dem Sie nicht nur wohnen können, sondern leben. 

Es sind also immer häufiger die weichen Standortfaktoren, die beispielsweise nach Erkrath locken. Und diese halten hier für jede Altersgruppe ein Angebot parat:

  • Schulsystem. In Erkrath warten sieben Grundschulen auf die Kindergartenkinder. Hier sollen sie das nötige Rüstzeug bekommen, um weiter zu lernen. Anschließend können sie nach Hochdahl, an die Carl-Fuhlrott-Schule (Hauptschule) gehen, an die Realschulen in Erkrath und Hochdahl oder ans Gymnasium in Hochdahl oder am Neandertal. Auch andere Schulen, wie beispielsweise die Förderschule und das Bergische Internat, stehen im Ort zur Verfügung.
  • Angebote für Familien. Neben dem Fokus auf das Angebot für Kinder und Jugendliche setzt die Stadt bereits früh an, um Familien im Ort „abzuholen“. Beratungsstellen, eine Familienkarte und praktische Hilfen für junge Familien dienen dazu, sich in der Familienrolle einzufinden.
  • Angebote für Jugendliche. Auch für die Jugendlichen im Ort gibt es ein breites Netz. Jugendeinrichtungen ermöglichen ihnen eine Auswahl an sinnvollen Freizeitoptionen und der Jugendrat dient ihnen als Mitspracheforum. 
  • Angebote für Senioren. Vor allem die Angebote für Senioren sind es, die als immer wichtigerer Standortfaktor eine Rolle spielen: Irgendwann wird ein jeder älter, wünscht sich Rat und Hilfe und Begegnungsstätten in der gewohnten Umgebung, um nicht etwa im Alter noch umziehen zu müssen.

Abbildung 1: pixabay.com © MichaelGaida (CC0 Public Domain