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Förderung ist das A und O für einen guten Schulstart

Gute Gesundheit und ein bestimmter Entwicklungsstand sind die Eckpfeiler für erfolgreiche und glückliche Schulkinder

Mein erster Schultag – i-Dötzchen 2018. Im Sommer geht es für viele Kinder erstmals in die Schule. Die meisten dürften sich auf den neuen Lebensabschnitt freuen und motiviert dem 1. Schultag entgegensehen. Ob ein Kind allerdings die nötige Reife besitzt, hängt von der körperlichen Gesundheit und geistigen Entwickulung ab.

Entscheidend bei der Frage, ob ein Kind die Herausforderungen der Schule meistern kann, ist nicht das Alter des Kindes, sondern der Entwicklungsstand. Die U9-Untersuchung steht deswegen ganz im Zeichen der Einschulung. Hier werden beispielsweise Hör- und Sehvermögen, Geschicklichkeit, Körperhaltung sowie Beweglichkeit überprüft. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Sprachentwicklung.
Neben der U9 steht vor dem 1. Schultag auch die Schul-eingangsuntersuchung an. Im Mittelpunkt stehen hier Fragen wie: Hat das Kind alle nötigen Impfungen und Voruntersuchungen? Wie sieht es mit der Konzentrations- und Merkfähigkeit aus? Gibt es Auffälligkeiten bei der Aussprache? Kann das Kind Anweisungen umsetzen? Verfügt es über ein gutes Sozialverhalten? Die Ergebnisse der Untersuchungen werden mit den Eltern besprochen und bei Bedarf Fördermaßnahmen eingeleitet.

Im Folgenden lesen Sie, wie beispielsweise Logopädie, Ergotherapie und auch Kieferorthopädie dazu beiträgt, Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen, Defizite und Hemmnisse beseitigt und  die Kinder so zu selbstbewussten und motivierten Schülern macht.

Um Kinder schnell und gezielt fördern zu können, arbeiten Logopäden und Ergotherapeuten eng zusammen. Wir sprachen mit Logopädin Jennifer Moers und Ergotherapeutin Jennifer Paaß von der Praxisgemeinschaft Logopädie J.Moers & Ergotherapie ETT Knop/Eckhard.

Mit welchen Problemen kommen Kinder zu Ihnen?
Jennifer Paaß: Mit den unterschiedlichsten Problemen wie Entwicklungsverzögerungen oder Wahrnehmungsstörungen. Sie zeigen beispielsweise Schwierigkeiten in der motorischen, kognitiven oder sozialen Entwicklung. Das äußert sich unter anderem darin, dass sie Buchstaben  nicht richtig schreiben, eine Schere nicht korrekt halten oder dem Unterricht nicht konzentriert folgen können.

Jennifer Moers: Im Bereich der Sprachentwicklung gibt es ein breit gefächertes Spektrum: Angefangen von Sprachverständnis- und Wortschatz-Problemen, über Schwierigkeiten mit der Aussprache, bis hin zu Problemen mit der Zungenmuskulatur, die Auswirkungen auf die Zahnstellung der Kinder haben.

Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen?
Jennifer Paaß: Sie können ihre Kinder in der Selbstständigkeit fördern, sie in der eigenen Lösungsfindung unterstützen oder kleine Hilfestellungen anbieten.
Jennifer Moers: Sprache kann mit Handlungen verknüpft werden, um das Erlernen von neuen Wörtern zu erleichtern. Auch einfach nur hinhören, ist im Alltag von großer Bedeutung.

Inwieweit ergänzen sich Logopädie und Ergotherapie?

Jennifer Moers: Die enge Zusammenarbeit zwischen der Logopädie und der Ergotherapie ermöglicht eine schnellere Erreichbarkeit der Ziele. Es findet ein enger Austausch zwischen den Therapeuten statt, um die Behandlungsplanung zu optimieren.

Warum arbeiten Sie gerne mit Kindern?

Jennifer Paaß: Weil es einfach ein  offenes und ehrliches Arbeiten ist. Die Entwicklungsschritte der Kinder so eng zu begleiten und sie in der Eigenständigkeit zu unterstützen, ist einfach toll. Auch auf die Zusammenarbeit mit den Eltern legen wir sehr großen Wert.

Bei Fragen und Unsicherheiten stehen Jennifer Paaß, Jennifer Moers und der Rest des Teams gerne zur Verfügung.

Zähne und Kiefer spielen für die Gesundheit bereits im frühen Kindesalter eine große Rolle. Frühzeitig erkannte Fehlstellungen lassen sich viel schneller und einfacher korrigieren. Dr. Magdalena Baska gab im Gespräch mit der WochenPost wertvolle Tipps.

Was können Kinder prophylaktisch gegen Zahn- und Kieferprobleme tun?
»Sie sollten regelmäßig zu Kontrollen zu kommen. Früherkennung ist wichtig, da wir so mehr Möglichkeiten haben, Fehlstellungen zu regulieren. Die Früherkennung hat auch den Vorteil für die Kinder, dass sie im Schnitt für viel kürzere Zeit Zahnspangen tragen müssen oder gar keine feste Klammer benötigen. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Kleinkinder gar nicht erst Gewohnheiten entwickeln wie am Daumen zu lutschen oder auf Bleistifte zu beißen.«

Welche Angebote haben Sie für Kinder?
»Wir bieten Frühbehandlungen an, bei denen wir – falls nötig – bereits das Milchzahngebiss behandeln. Somit können wir auch starke Fehlstellungen der Zähne wie einen Kreuzbiss schnell erkennen. Dabei beißen die Zähne nicht korrekt aufeinander. Zur Behandlung haben wir viele verschiedene Zahnspangen anzubieten.
Damit den Kindern und Jugendlichen ihre losen Zahnspangen besser gefallen, bieten wir  sie in den verschiedenen Farben an. Ob mit Glitzer oder ohne – bei uns ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch bei festen Zahnspangen können sie zwischen unterschiedlichen Farben der Befestigungsgummis wählen.«

Wie lange arbeiten Sie schon als Zahnärztin und was treibt sie in Ihrem Beruf jeden Tag aufs Neue an?
»Ich bin seit 16 Jahren in meiner Praxis tätig und arbeite insgesamt 25 Jahre lang als Zahnärztin.
Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich, es gibt jeden Tag etwas Neues zu tun und man lernt täglich neue, interessante Menschen kennen. Für mich ist es besonders schön, wie ich meine Patienten über Jahre hinweg begleiten kann: Es ist toll zu sehen, wie meine Patienten wie eine Blume vom kleinen Knirps zum Teenager bis zum Erwachsenen aufblühen.«

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