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36 Wohnungen für Küppersteg

GBO plant Neubau in der Hardenbergstraße

Küppersteg. Kino, Gaststätte, Supermarkt, Getränkemarkt und zum Schluss ein Gebrauchtmöbelmarkt - verschiedene Geschäfte hatten in der Vergangenheit ihren Standort an der Hardenbergstraße 51, Ecke Elisenstraße. Doch in den letzten Jahren ist das Haus immer mehr verfallen und zu einem Schandfleck geworden. Den Niedergang begleiteten wilder Müll, unerlaubte Bewohner und eine aufkeimende Drogenszene. Doch damit ist nun Schluss.

Der Gemeinnützige Bauverein Opladen (GBO) hat das knapp 2400 Quadratmeter große Grundstück kürzlich erworben und will dort 36 barrierefreie Wohnungen bauen. Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen mit 47 bis 95 Quadratmetern werden entstehen. "Die Grundrisse sind nicht auf nur eine Zielgruppe zugeschnitten", betont GBO-Vorstand Alexander Dederichs. Sie sollen sowohl Rentner als auch Studenten und Familien ansprechen. "Und die Wohnungen werden öffentlich gefördert", erläutert Baudezernentin Andrea Deppe. Auch deshalb stuft Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn das Projekt als sehr wichtig ein. "Früher hatten wir in Leverkusen 10.000 Wohnungen, die öffentlich gefördert waren", so der Oberbürgermeister. "Aktuell sind es 6000 und zukünftig werden es, aufgrund der auslaufenden Bindungsfristen, nur noch 3000 sein".

Die Mieten im freifinanzierten Wohnungsmarkt liegen durchschnittlich bei neun Euro pro Quadratmeter in Leverkusen. Viele Menschen können das nicht zahlen. Dank der öffentlichen Förderung kann die GBO Mieten von 5,75 Euro pro Quadratmeter anbieten.

"Der Abriss des bestehenden Gebäudes ist für Oktober geplant", erzählt Bernd Fass vom GBO-Vorstand bei einem Ortstermin. Die Weichen sind also gestellt und auch die Küppersteger stehen dem Projekt positiv gegenüber. Ratsherr Thomas Eimermacher sieht die GBO-Planungen als Leuchtturmprojekt und erhofft sich dadurch eine Initialzündung für den Stadtteil. Auch Anwohner Marcus Rennette ist froh. Sein Vater hat die frühere Gaststätte betrieben. "Küppersteg ist mein Lebensmittelpunkt. Ich habe den Gebäudeverfall von an Anfang an mitbekommen. Jetzt überwiegt für mich die Freude".

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