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Waldkinder fühlen sich im Stich gelassen

Monheim am Rhein. Der Eichen-Prozessionsspinner ist auch im Knipprather Wald nicht zu übersehen. Der Waldkindergarten ist vor den behaarten Raupen mit den Nesselhärchen bereits geflohen. Wann die Kinder wiederkommen können, ist ungewiss.

Das Areal des Waldkindergartens im Knipprather Wald ist seit dem 1. Juni verwaist. Nur Leiterin Sabine Schwandt ist da: »Ich hole ein paar Spielsachen ab und bringe sie den Kindern.« Das Gebiet rund um die Straße »In den Kämpen« fungiert zurzeit als Ausweichquartier für die Gruppe.

Gefahr durch Eichen-Prozessionsspinner

Die Raupennester sind im Knipprather Wald überall zu finden – mittlerweile nicht nur an Eichen. Die kleinen Nesselhärchen der Raupen sieht man nicht gleich, aber sie fliegen durch die Luft und werden eingeatmet. »Einige Eltern erzählten uns, dass ihre Kinder neuerdings oft müde und schlapp seien. An mir selbst habe ich festgestellt, dass ich schlechter Luft bekam«, berichtet Schwandt. Eine Berührung mit den Härchen kann außerdem zu allergischen Reaktionen führen.

Der »Hauptstadt für Kinder« unwürdig

Das eingezäunte Areal des Waldkindergartens, auf dem auch der Bauwagen steht, gehört der gräflich- nesselrodeschen Forstverwaltung. Mit dieser hat der Kindergarten einen Nutzungsvertrag. Das Grundstück selbst sei aber nicht das Problem: »Befallen sind die Eichen um uns herum.  Und die Härchen der Raupen machen nicht an einem Zaun halt«, so Schwandt. Und weiter: »Wir nutzen ja nicht nur unser Areal, sondern auch andere Teile des Waldes. Da gehen die Kinder auf Erkundungstour, lernen die Tier- und Pflanzenwelt im Wald kennen oder legen sich in die zwischen Bäumen aufgehängten Hängematten.«
Ein Teil dieses Waldes ist städtisch, ein anderer gehört ebenfalls der gräflich-nesselrodeschen Forstverwaltung. Diese sagt auf Anfrage der Wochenpost, dass sie mit dem Knipprather Wald nichts zu tun habe.
»Die Stadt hat bislang zwei Nester entfernen lassen. Das ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein«, so Sabine Schwandt.
Thomas Spekowius, Pressesprecher der Stadt Monheim, weist auf Folgendes hin: »Wir konzentrieren unsere Bekämpfungsmaßnamen auf die innerstädtischen Gebiete und Randbereiche. Eine flächendeckende Bekämpfung in Waldgebieten, insbesondere in direkter Nähe zu Wohngebieten, ist kaum möglich. Da kommt man mit Steigern, die einzelne Bäume behandeln, nicht weiter. Zudem gehört der Eichen-Prozessionsspinner zu den sogenannten waldtypischen Gefahren«.  
Seit längerem schon möchte der Waldkindergarten auch einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Monheim über weitere Waldgebiete abschließen. Bislang erfolglos. »Dann müsste sich die Stadt darum kümmern, dass auch diese Flächen gefahrlos genutzt werden können«, so Schwandt. »Das alles ist einer Stadt, die sich `Hauptstadt für Kinder‘ nennt, nicht würdig.«
Vorerst bleibt also nur das Ausweichquartier am Rhein – ob es regnet oder die Sonne brennt, ohne die Möglichkeit, sich irgendwohin zurück zu ziehen. »Anfangs konnten wir einen Campingplatz mitbenutzen, das haben die Camper allerdings nicht lange mitgemacht«, so Sabine Schwandt. Und fügt hinzu: »Die Kinder vermissen ihren Wald.«

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