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Reitsportverein Monheim: »Es geht einfach nicht mehr«

Monheim am Rhein. Schwere Zeiten für den RSV Monheim e.V. . Der Vorstand hat um Auflösung des Pachtvertrages für das Gelände Am Werth gebeten.

Seit 61 Jahren gehört der RSV  fest zu Monheim. Für einige ist die Anlage Am Werth zu einem zweiten Zuhause geworden. Kindheits- und Jugenderinnerungen werden mit dem Reitstall verbunden.

Unverständnis, Wut und Trauer

Durch eine Einladung zur Stadtratssitzung am 11. Juli wurde nun bekannt, dass sich der Verein aus dem Areal Am Werth zurückziehen möchte. Für die Zukunft sehe die Stadt hier einen »hochwertigen Campingplatz«. Die Pläne würden im Rahmen der Ratssitzung vorstellt. Viele traf diese Information wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
»Ich möchte betonen, dass wir auf die Stadt zugegangen sind und um vorzeitige Auflösung des Pachtvertrages gebeten haben. Nicht andersherum. Die Stadt und Bürgermeister Daniel Zimmermann waren uns über die Jahre immer eine große Hilfe«, so Werner Kaiser, Stallbeauftragter und Vorstandsmitglied des RSV.
Die Anlage sei marode, habe einen hohen Investionsbedarf. Auch gäbe es beispielsweise Umweltauf­lagen, die es zu erfüllen gelte. »Das alles verursacht Kosten, die wir als Verein mit 35 zahlenden Mitgliedern nicht länger tragen können«, erklärt Kaiser.
Und weiter: »Wer denkt, wir haben uns diese Entscheidung leicht gemacht, hat keine Ahnung. Wir alle, insbesondere der 1. Vorsitzende Achim Kludt, haben viel Herzblut und, – vor allem Herr Kludt – sehr viel Geld in den Verein gepumpt. Jetzt geht es einfach nicht mehr. Bevor wir in die Insolvenz gehen, müssen wir die Reißleine ziehen.«
Für die Wut, die insbesondere auf Facebook laut geworden ist, zeigt er wenig Verständnis: »Viele von denen, die jetzt so tun, als würde ihnen das Wohl des Vereins am Herzen liegen, sind erst einmal überhaupt keine Mitglieder. Und wo waren sie, als es in der Vergangenheit darum ging, sich für den Verein zu engagieren, stundenweise beim Ponyreiten auszuhelfen oder Aufräumarbeiten zu übernehmen?«
Wie die Pläne des Vorstandes nun nach außen gelangt sind, sei unglücklich: »Wir haben frühzeitig für den 13. Juli zu einer Mitgliederversammlung eingeladen. Dass der Stadtrat bereits am 11. Juli zusammenkommt und das Ganze damit öffentlich wird, war nicht abzusehen.« Am 13. Juli tagt nun die Mitgliederversammlung. Die Pläne des Vorstandes sehen wie folgt aus: Die Anlage Am Werth solle aufgegeben werden und man sucht sich einen neuen Wirt. Mit der Ablösung des Erbpachtvertrages flössen 243.000 Euro in die Vereinskasse.

Wie geht es nun weiter?

Der Verein könne bestehen bleiben und man konzentriere sich wieder auf den Turniersport. Den Gewerbebetrieb gebe es nicht mehr. Alle, die Pferde in den Stallungen des RSV stehen haben, müssen sich einen neuen Stall suchen. Das Ponyreiten könne grundsätzlich fortgeführt werden. »Ich hoffe sehr, dass die Mitglieder die Notwendigkeit sehen und zustimmen. Sonst haben wir ein großes Problem«, sagt Kaiser.

Termine

Die Stadt Monheim lädt für den 11. Juli ab 17 Uhr zur Ratssitzung ins Rathaus ein. Hier werden die Pläne für den Campingplatz vorstellt. Am 13. Juli kommt die Mitgliederversammlung des RSV zusammen.

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»DaHeim«

Monheim am Rhein. Zehn geflüchtete Menschen aus vier Nationen haben in den vergangenen Wochen spannende künstlerische Werke geschaffen. Die Kunstschule hatte den Kurs mit der Dozentin Julia Herbster in Kooperation mit dem Beratungscentrum organisiert.Vernissage am 13. DezemberDie zehn Teilnehmenden trafen sich wöchentlich in der Kunstschule und gestalteten unter anderem Handtaschen, malten mit Acryl und probierten unterschiedliche Drucktechniken aus. »Gemeinsam etwas eigenes gestalten, mit den Sinnen erfahren und dabei verschiedene künstlerische Techniken erlernen – darum ging es uns«, erklärt Kunstschulleiterin Katharina Braun. Zu den Höhepunkten gehörte eine Führung durch die Kunstsammlung K21 in Düsseldorf.Die Ergebnisse des Projektes »DaHeim« werden nun in einer Ausstellung im Beratungscentrum im Haus der Chancen, Friedenauer Straße 17c, präsentiert. Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 13. Dezember, um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.»Es ist wunderbar, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf diese Weise zeigen können, was sie in dem Projekt erlebt haben«, freut sich Tara Ercosman von der psychosozialen Beratung für Geflüchtete im Beratungscentrum. Bei der Ausstellungseröffnung kann die Kunst bestaunt und diskutiert werden. Baustein der IntegrationsarbeitFinanziert wurde das Projekt durch die Miniprojektbörse »Aktiv inklusiv!«. Alle Monheimer und vor Ort tätigen, gemeinnützigen Vereine und Institutionen können hierüber für Maßnahmen und Projekte, die dem gesamtstädtischen Inklusionsziel dienen, Anträge auf Fördergelder beim Inklusionsbüro einreichen. Das Steuerungsgremium »Runder Tisch Monheim inklusiv« entscheidet quartalsweise über die Mittelvergabe.Zehn geflüchtete Menschen aus vier Nationen haben in den vergangenen Wochen spannende künstlerische Werke geschaffen. Die Kunstschule hatte den Kurs mit der Dozentin Julia Herbster in Kooperation mit dem Beratungscentrum organisiert.Vernissage am 13.…

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