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Notfallpraxis – rund 1000 Unterschriften gegen Schließung

Breiter Protest zeichnet sich immer deutlicher ab

Monheim am Rhein. Eine Mappe mit rund 1000 Unterschriften gegen die von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ins Auge gefasste Schließung der ärztlichen und kinderärztlichen Notfallpraxis am Langenfelder St. Martinus-Krankenhaus übergab die Vorsitzende der Monheimer Senioren Union, Ursula Klomp, an diesem Donnerstag an Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Die stolze Zahl an Unterzeichnern kam innerhalb von gerade einmal gut zwei Wochen zusammen. In den letzten Tagen hatten Ursula Klomp und weitere Mitglieder der Senioren Union nicht nur bei eigenen Veranstaltungen für das Unterschreiben der Liste geworben, sondern auch in Sportvereinen, Cafés, Geschäften oder bei Nachbarn dafür plädiert, hier ihre bürgerliche Stimme gegen die Schließungspläne zu erheben.

Die Unterschriften-Sammler mussten nicht viel Überzeugungsarbeit leisten

Bereits kurz nach Bekanntwerden der von der Kassenärztlichen Vereinigung verfolgten Absichten, hatte die Senioren Union Monheims Bürgermeister in einem Schreiben nicht nur aufgefordert, sich persönlich mit „allen zur Verfügung stehenden Mittel für den Erhalt der Notfallpraxis einzusetzen“, sondern dabei auch ihre aktive Unterstützung zugesichert. Diesem Versprechen kamen Ursula Klomp und ihre Mitstreiter nun nach. »Die von der Stadt zur Verfügung gestellten Blanko-Unterschriftenlisten haben wir einfach kopiert, nachdem wir gemerkt haben, wie schnell sich die Zettel füllen«, berichtet die engagierte Monheimerin. Viel Überzeugungsarbeit mussten sie ihre weiteren Unterschriften-Sammler dabei gar nicht leisten. Klomp: »Wir haben von vielen gehört, dass ihnen die Notfallpraxis Langenfeld ein Stück Sicherheit bietet. Diese Sicherheit sollte man unseren älteren Mitbürgern nicht verweigern. Viele fahren kein Auto mehr oder haben keinen Führerschein.« Die für die Zukunft angedachten weiten Wege bis nach Hilden, Leverkusen und Benrath seien daher eine Zumutung, zumal diese bereits zum heutigen Zeitpunkt oft total überlastet seien. Und es gehe den Senioren auch nicht allein um sich, so Klomp mit Blick auf die geplante Schließung der ortsnahen Kinderpraxis. »Viele von uns sind ja auch Großeltern.«

Bürgermeister Zimmermann übergibt Unterschriften am 19. März an die Ärztekammer

Die von der Stadt Monheim am Rhein gemeinsam mit den Nachbargemeinden Langenfeld und Hilden angestoßene Unterschriften-Sammlung stößt auf große Resonanz. Allein im Monheimer Rathaus wurden nach jüngster Zählung inzwischen schon insgesamt über 2200 Stimmen abgegeben.
Zudem liegen die Unterschriftenlisten derzeit in allen örtlichen Arztpraxen aus. Auch mehrere Apotheken beteiligen an der Aktion und sprechen ihre Kundschaft hier ebenfalls gezielt an. Am Donnerstag, 19. März, wird Bürgermeister Daniel Zimmermann die gesammelten Unterschriften dann gemeinsam mit seinen beiden Amtskollegen Birgit Alkenings (Hilden) und Frank Schneider (Langenfeld) persönlich bei der Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf übergeben.
Mit im Gepäck wird Zimmermann dann auch eine Resolution des Rats der Stadt Monheim am Rhein haben, die am Mittwoch dieser Woche gemeinsam abgestimmt wurde. Darin spricht sich der Rat einstimmig »für den uneingeschränkten Erhalt der Notfalldienstpraxis Süd und der Kinderärztlichen Notfallpraxis am St. Martinus-Krankenhaus in Langenfeld zur Sicherstellung einer angemessenen und zeitnahen Versorgung der Monheimer Bevölkerung mit einem ärztlichen Bereitschaftsdienst« aus. Über die breite Unterstützung des Protests zeigte sich Bürgermeister Daniel Zimmermann sehr erfreut.
Blanko-Unterschriftenlisten liegen auch auf der städtischen Homepage www.monheim.de zum Download bereit und können ausgefüllt an der Rathaus-Information abgegeben werden.

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