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Lebenshilfe statt Sterbehilfe!

Diskussion beim KKV Monheim

Monheim am Rhein. Im November des vergangenen Jahres gab es im Deutschen Bundestag eine erste Orientierungsdebatte zum Thema Sterbebegleitung. Für diesen Sommer soll über ein entsprechendes Gesetz abgestimmt werden.

Dies hat der »KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung« in Monheim zum Anlass genommen, um in einer Veranstaltung über das Thema zu diskutieren. Neben der CDU-Bundestagsabgeordneten Michaela Noll nahmen auch Monsignore Pfarrer Winfried Motter sowie die Leiterin eines Palliativ-Pflegedienstes, Ira Müller, an der Diskussion teil. Die Moderation übernahm der Vorsitzende des KKV Monheim, Herbert Süß.

»Sterben gehört zum Leben und darf kein Tabuthema sein«

In ihrem Eingangsstatement stellte die Bundespolitikerin Noll heraus, dass es statt einer Sterbehilfe eine Lebenshilfe geben müsse. »Sterben gehört zum Leben und darf kein Tabuthema sein. Das, was wir wirklich brauchen, ist Zuwendung und Begleitung schwerstkranker oder sterbender Menschen«, so Noll, die auch Schirmherrin des Franziskus-Hospizes in Erkrath ist: »Für mich als Christin ist ein Verbot der Sterbehilfe zwingend notwendig. Der Mensch als Gottes Ebenbild hat eine unantastbare Würde: vom Beginn bis zum Ende des Lebens. Wir müssen dem Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen – nicht durch die Hand eines anderen, sondern an der Hand eines anderen.« Dem stimmte auch die Leiterin eines Palliativ-Pflegedienstes, Ira Müller, zu. »Vielmehr müssen wir in unserer Gesellschaft von einer Vorsorgekultur zu einer Umsorgekultur kommen«, so Müller: »Dies schaffen wir durch eine Sorgekette: auch in den schwersten Stunden bei den Menschen zu sein und sie bis zum Ende zu begleiten – all das kann die Palliativ- und Hospizversorgung.«
Unsere Gesellschaft müsse dafür sorgen, dass auch Schwerstkranke aufgefangen werden und spüren, dass sie nicht alleine sind, findet Monsignore Pfarrer Motter: »Wir verschenken unser Herz und zeigen damit den schwerstkranken Menschen, dass wir ihnen Halt und Vertrauen geben, denn das Leben ist ein Geschenk Gottes.«

Junge Familien müssen gestärkt werden

Subregens Andreas Süß wies daraufhin, dass die Menschen in der Familie am besten aufgehoben seien und am liebsten Zuhause stürben. Die jungen Familien müssten gestärkt werden, damit auch mehr Kinder geboren würden, um das Generationenverhältnis wieder in die Balance zu bringen. Die Kirche sollte sich stärker in Bildung und Caritas engagieren und die Priester und Ordensschwestern sollten mit in das soziale Netzwerk einbezogen werden.
Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass Ärzte Helfer zum Leben sind und nicht Helfer zum Sterben. »Wenn es uns gelingt, die Angebote der Hospize und der Palliativmedizin weiter auszubauen und ihre wertvolle Hilfe auch z. B. durch offene Beratung für die Menschen erfahrbar zu machen, wird auch der Ruf nach organisierter Suizidbeihilfe und aktiver Sterbehilfe verstummen«, erklärte Noll.

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