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Langenfelder Polizei hilft »Mann über Bord«

Monheim am Rhein. Bootsmann fällt bei Reinigungsarbeiten in den Rhein und »strandet« in Monheim.

»Mann über Bord!« - eine bei inländischen Polizeibehörden eher seltene Meldung - erreichte am Montagnachmittag des 13.Mai, gegen 16 Uhr, die Polizei im Kreis Mettmann. Mit der gewohnten Professionalität und großem persönlichen Engagement vieler beteiligter »Landratten«, letztendlich dann aber auch noch mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei, konnte der ungewöhnliche Vorfall dennoch sehr schnell zu einem glücklichen Ende gebracht werden. Was war geschehen?


Bei routinemäßigen Reinigungsarbeiten im Heckbereich seines 150 Meter langen Rheinschiffes war am Montagnachmittag ein Besatzungsmitglied nur für einen kleinen Augenblick unvorsichtig gewesen. Vielleicht lag es aber ja auch einfach nur am »unglücklichen« Tagesdatum, auch wenn der 13. Mai kein Freitag war. Der 38-jährige Rumäne ging über Bord und fiel in das nur 8 Grad kalte Rheinwasser. Der 52-jährige Kapitän, am Steuer seines belgischen Schiffes, bemerkte nichts von dem Geschehen, welches sich in seinem Rücken abspielte. Der Wallone setzte seine Fahrt stromabwärts fort.


Glücklicherweise war der Verunfallte bei seinen Arbeiten mit der vorgeschriebenen Schwimmweste ausgestattet. So konnte der beim Sturz vom Schiff unverletzt gebliebene Mann das rettende Ufer zwischen Rheinpromenade und dem Kielsgraben in Monheim am Rhein sehr schnell schwimmend erreichen. Er ging an Land und meldete sich vollkommen durchnässt und durchfroren bei einem Busfahrer der Bahnen der Stadt Monheim (BSM), der mit seinem Linienbus an der Haltestelle »Am Kielsgraben« gerade eine Pause eingelegt hatte. Der Busfahrer organisierte einen sofortigen Transport des »Schiffsbrüchigen« zum Betriebshof der BSM, wo der Verunglückte mit trockener Kleidung sowie Kaffee und Kuchen versorgt, gleichzeitig die örtliche Polizei informiert wurde.


Die Langenfeld Polizei vermittelte sofort ein Gespräch zwischen dem rumänischen Bootsmann, der nur seine Landessprache und Französisch beherrschte, mit einer fremdsprachlich begabten Beamtin der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Mettmann. So konnte der Gesamtsachverhalt sehr schnell geklärt, vor allem aber der Namen des betroffenen Rheinschiffes ermittelt werden. Die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Mettmann nahm Kontakt mit der Zentrale der Wasserschutzpolizei in Duisburg auf. Ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei konnte daraufhin das gesuchte Schiff schnell ausfindig machen und zum Rheinhafen Neuss lotsen. Die Langenfelder Polizei organisierte daraufhin einen schnellen Transport des Bootsmannes zum Hafen nach Neuss, wo sich der Verunglückte und dessen Kapitän gegen 18 Uhr erleichtert und höchst erfreut über den letztendlich glücklichen Verlauf des Nachmittags wieder in die Arme schließen konnten.

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