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Kleine Spinner breiten sich wieder aus

Vor dem Eichenprozessionsspinner sollten sich vor allem Allergiker in Acht nehmen

Monheim am Rhein.  Noch hält sich der Befall nach Angaben der Stadt in Grenzen.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart. Die behaarten Raupen des Schmetterlings krabbeln in Marschkolonnen in die Eichen, um Blätter zu fressen und anschließend am Stamm oder bis in die Krone hinein Gespinstnester anzulegen, in denen sie sich gemeinsam verpuppen. Der Marsch der Raupen erinnert dabei an eine Prozession.

Die befallenen Eichen würden nur in wenigen Fällen nachhaltig geschädigt. Allergiker sollten allerdings vorsichtig sein: Die kleinen Nesselhärchen, die die Raupen absondern, können auf der Haut zu Rötungen, Schwellungen, starkem Juckreiz oder Brennen führen. Bei einem Einatmen der Härchen sind Atemwegs­reizungen möglich. Die Gespinste selbst seien allerdings eher ungefährlich und wirken, heil am Baum hängend, wie eine Art natürliche Schutzhülle.

Betroffen sind meist Waldgebiete wie der Knipprather Wald. Die Stadt Monheim weist daraufhin, dass der Eichen-Prozessionsspinner rein rechtlich eine sogenannte »für den Wald typische Gefahr« darstelle. Egal ob herabfallende Äste, Riesenbärenklau oder Eichenprozessionsspinner – jeder betrete den Wald auf eigene Verantwortung.

Anlass für übertriebene Angst bestehe nach Auffassung der Experten nicht. Bei Regen werde der größte Teil der durch die Luft driftenden Härchen ausgewaschen. 

Gespinste bei der Stadt melden

Die städtischen Grünflächen-Pfleger seien jedoch bemüht, alle Nester im öffentlichen Raum zu beseitigen – auch um eine weitere Verbreitung noch vor der Verpuppung möglichst einzudämmen.

Meldungen über Gespinste nimmt die Stadt unter 02173 / 951 673 sowie per E-Mail an jblume@monheim.de entgegen. Um die Beseitigung kümmert sich fachlich geschultes Personal durch Absammeln und Absaugen.

Jan-Philipp Blume von der Stadtverwaltung kann zudem auch beraten, wenn der Eichenprozessionsspinner in Privatanlagen auftaucht. Wichtig: Der Eichenprozessionsspinner befällt tatsächlich allein Eichen und das immer nestartig, partiell. Komplett eingesponnene Bäume und Sträucher zeugen meist eher von einem Befall der für den Menschen völlig harmlosen Gespinstmotte.

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