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Helikoptereltern sind die größte Gefahr

Monheim am Rhein. Helikoptereltern sind eines der großen Sicherheitsprobleme, mit denen Kids auf dem Schulweg zu kämpfen haben. Dagegen will die Stadt Monheim nun vorgehen.

Montagmorgen vor einer städtischen Grundschule. In fünf Minuten beginnt der Unterricht. Kinder rennen in der Morgendämmerung, auf das Schultor zu, ohne nach rechts und links zu schauen. 

Denn in den jungen Gehirnen ist in erster Linie Platz für diese Gedanken: »Bloß nicht schon wieder zu spät kommen«; »Hab ich die Hausaufgaben eingesteckt?« »Bekommen wir wohl die Mathe-arbeit zurück?« 

Gleichzeitig auf der Straße vor dem Schuleingang. Ein völlig genervter Vater blickt auf die Uhr: »Wie soll ich das bloß noch pünktlich zur Arbeit schaffen?«;  »Kann der Bengel sich nicht einmal beeilen?«; »Verflixt, mein Chef ruft schon an.«


Chaotische Zustände

Eine gefährliche, manchmal tödliche Kombination. Das hat die Stadt Monheim ebenfalls erkannt und handelt jetzt. »Es sind wohl ohne Übertreibung bisweilen fast schon chaotische Zustände, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen. Oft denken die Erwachsenen, dass der Nachwuchs sonst nicht sicher zur Schule kommen würde«, lässt man seitens der Verwaltung verlauten. » Die allermeisten Schulen sind mit Ausprägungen dieses Phänomens konfrontiert. Viele Eltern kennen das schon aus der Kindergartenzeit nicht anders: Man fährt sein Kind morgens in die Kita und holt es nachmittags wieder ab. 

In der Grundschule wird diese Praxis fortgesetzt, obwohl die Kinder mittlerweile durchaus in der Lage sind, den Schulweg zu bewältigen«, sagt Andreas Apsel, Bereichsleiter Bauwesen/Abteilungsleitung  Verkehr, Grünflächen und Kanal  bei der Stadt Monheim. 

Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadtverwaltung kürzlich ein Projekt zur Schulwegplanung gestartet. Ziel ist es, sicherere Schulwege zu schaffen. Außerdem sollen sinnvolle Standorte für Elternhaltestellen gefunden werden. In einem ersten Schritt werden in Kürze an allen Grundschulen an die Eltern Fragebögen ausgegeben.

Auf den Fragebögen können Angaben zu den Schulwegen der Kinder gemacht werden. Bei der anschließenden Auswertung sollen mögliche Problembereiche ausgemacht und bewertet werden. Das wird bis ins Frühjahr dauern. Anschließend werden Lösungsvorschläge erarbeitet und vorgestellt.

Die Projektgruppe besteht aus Vertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung, Schulen, Polizei und Politik. Mit dabei ist auch ein externes Ingenieurbüro. Sie alle steuern und begleiten den Prozess. 

Apsel: »Dieses Büro hat schon viele Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln können. Anhand der Befragungen soll erörtert werden, welche Defizite Eltern sehen. Was kann man baulich tun?«

Hohe Dunkelziffer

Einen konkreten Anlass, der auf eine extreme Häufung schlimmer Unfälle zurückgehe, gebe es für die Maßnahme nicht: »Es gibt im Grunde erfreulich wenige Unfälle in Monheim, die vor Schulen passieren. Aber die Dunkelziffer ist wohl höher. Dagegen muss etwas getan werden«, so Apsel. 

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»DaHeim«

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