IF 1 Kommentar

Ein Ufo für 900.000 Euro

Monheim am Rhein. Monheim hat in der Vergangenheit bereits des Öfteren deutschlandweit Beachtung gefunden. Nun möchte man noch einen Schritt weitergehen und die Stadt am Rhein auch weltweit bekannt machen – mit einem Musikfestival.

Bis zum Jahr 2022 soll die bis zu 4.000 Besucher fassende Stadthalle fertiggestellt sein. Nun plant Bürgermeister Daniel Zimmermann bereits den nächsten
großen Wurf. »Wir werden unsere Veranstaltungsstätten auf ein neues Level heben«, kündigt der Verwaltungschef an.
Erreichen möchte er das unter anderem durch die Etablierung eines Musikfestivals. Konkret, eine »über fünf Tage laufende internationale Leistungsschau der Moderne – eine »documenta« der aktuellen Musik, welche in einem dreijährigen Rhythmus als Triennale angelegt sein soll«.

Die »Monheim Triennale«

Einen Vorläufer der »Monheim Triennale« soll es bereits 2020, noch vor Fertigstellung der Stadthalle, geben. Richtig ernst wird dann aber erst 2023.
Intendant des Festivals wird Reiner Michalke, bis 2016 künstlerischer Leiter des Moers Festival, sein.  »Die Region ist bereits gut aufgestellt mit Jazz-Festivals. Monheim muss sich davon deutlich unterscheiden. Wir haben ein Konzept entwickelt, das so einmalig in der Welt ist«, sagt Michalke.
 Die Idee sei es, aktuelle Musik, die von internationalen Künstlern, die den großen Durchbruch noch nicht geschafft haben, in einem Festival zu präsentieren – mit einem starken Fokus auf Pop- aber auch elektronischer Musik.
Hier habe Monheim den Anspruch, nicht nur den Menschen in der Stadt und der Region etwas Einzigartiges zu bieten sondern »weit in die Welt hinaus zu strahlen«.
Ein solches Projekt, da sind sich Zimmermann und Michalke sicher, könne nur funktionieren, wenn es sich Schritt für Schritt in der Stadt  etabliere. Michalke stellt das bildgewaltig mit seiner Lieblings-Metapher dar: »So ein Festival darf nicht wie ein Ufo in die Stadt fliegen, kleine grüne Männchen aussteigen lassen, die dann gleich wieder abfliegen.«
Zum Konzept gehöre deshalb eine ganzjährige Vermittlung der musikalischen Inhalte des Festivals. Das geht so weit, dass ab 2019 ein Künstler nach Monheim zieht, der sich auf eben diese Vermittlung spezialisiert hat und die Monheimer mit Hilfe zum Beispiel des Sojus, des Ulla-Hahn-Hauses oder der Musikschule mit der Musik vertraut macht.
»Wir sind in der Begabtenförderung von Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen bereits gut aufgestellt.
Im Rahmen des Festivals  soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, Monheimer Talente mit internationalen Künstlern in Kontakt zu bringen«, sagt Zimmermann.

Wer soll das bezahlen?

Ein solches Mammut-Projekt kostet Geld. So sind laut Zimmermann allein für die Jahre, in denen kein Festival ansteht, 200.000 Euro Jahresbudget geplant. Im Veranstaltungsjahr werden sich die Kosten auf jeweils rund 900.000 Euro belaufen. Bei der Finanzierung hoffe man auch auf  Unterstützung von außen, zum Beispiel auf Förderungen von Bund, Land oder Stiftungen. Günter Bosbach (CDU) zeigt sich skeptisch, ob das Projekt in der Stadt auch wirklich angenommen werde. Außerdem sei es für in fraglich, ob eine reiche Stadt wie Monheim auf finanzielle Mittel in Form von Kulturförderung hoffen dürfe.
Im Oktober berät der Rat über das Thema.

Artikel kommentieren

Kommentar von F.DICKEN Dicken
gibt es in Monheim nichts besseres um das Geld zu gebrauchen?Was Herr Zimmermann da tut grenzt an Grössenwahn

Fußballwelten

Monheim am Rhein. Gegen Aufsteiger Velbert tat sich der 1. FC Monheim am Wochenende schwer. Zwar zeigte sich das Team von Trainer Ruess klar überlegen, gegen eine Mannschaft, die im eigenen Strafraum ordentlich Beton angemischt hatte, war jedoch nicht viel auszurichten. Kurz vor der Pause erzielte Velbert nach einem Standard das 1:0. Offensiv lief es für die Monheimer in der 2. Halbzeit besser. In der 63. Minute machte Mark Schiffer dann auch das verdiente 1:1. Bei dieser Punkteteilung blieb es dann auch. Am Wochenende empfängt man zu Hause Nettetal. Spannend machten es die Sportfreunde Baumberg. Gegen Kleve hätte man früh alles klar machen können. Doch bereits in der 1. Halbzeit vergaben die Baumberger viele gute Chancen. Nach dem verdienten 1:0 kassierten sie vor der Pause durch eine Unkonzentriertheit das 1:1. In der zweiten Hälfte nahmen beide Teams weiter Fahrt auf. Trotz verpasster Gelegenheiten und der Tatsache, dass Kleve ab der 77. Minute in Unterzahl spielte, stand es in der 82. Minute 3:3. Den Treffer zum 4:3-Sieg machte Abelski zwei Minuten vor Schluss. Am Sonntag geht es zur SSVg Velbert. Die Baumberger Damen mit ihren Neuzugängen brauchen wohl mehr Zeit, um  zusammen zu wachsen. Gegen Steele kassierten die Kickerinnen nun ein 0:6. In der zweiten Halbzeit zeigten sie sich zwar etwas wacher als noch in der ersten, was Zählbares kam aber dabei nicht rum.Bereits am Donnerstag trifft man im Pokal auf Haan. Am Sonntag geht es dann zu Liga-Konkurrent 1. FC Mönchengladbach.Gegen Aufsteiger Velbert tat sich der 1. FC Monheim am Wochenende schwer. Zwar zeigte sich das Team von Trainer Ruess klar überlegen, gegen eine Mannschaft, die im eigenen Strafraum ordentlich Beton angemischt hatte, war jedoch nicht viel…

weiterlesen

Sportfreunde im Rausch, FC müde, Inter sucht Lösungen

Monheim am Rhein. Ein Sieg ist ein Sieg – Das hat sich wohl auch der 1. FC Monheim nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Spel­dorf gedacht. Nach einem Foulmeter ging der FC nach zwei Minuten durch Ben­ja­min Schütz in Führung. Danach ließen sich die Monheimer in die eigene Hälfte zurückfallen. Die immer wieder anlaufenden Speldorfer wussten ihre Chancen allerdings nicht zu nutzen. Etwas wacher kam das Team von Dennis Ruess aus der Pause zurück. Vor allem der eingewechselte Ni­ko­la Alek­sic, der in der 46. Minute das 2:0 schoss. Alles in allem fehlte der Spielfluss und der Zug nach vorne, sodass es bei dem Ergebnis blieb. In der Tabelle rückt man auf Platz 9 vor. Am Sonntag geht es zum SC Velbert. Ein Torfeuerwerk boten die Sportfreunde Baumberg beim Tabellenletzten FSV Duis­burg. Bereits zur Pause stand es 4:1 für die Baumberger. In der zweiten Halbzeit kamen die Duisburger zunächst noch auf 4:3 heran. Der wiedererstarkte Kampfgeist der Sportfreunde, eine gut abgestimmte Mannschaft aber auch tolle Einzelleistungen, führten  dann aber zum 6:3-Endstand. Damit rücken die Sportfreunde Baumberg auf Tabellenplatz 6 vor. Am Sonntag empfängt man den 1. FC Kleve zu Hause. Die Jungs von Inter Monheim können sich nicht aus dem Tabellenkeller der Kreisliga B befreien. Am Wochenende sah es im Spiel gegen den SC Leichlingen kurz gar nicht so schlecht aus: Durch Levent Plesina ging man mit 1:0 in Führung. Doch bereits eine Minute später folggte mit dem Ausgleich die Ernüchterung. Nach weiteren drei Minuten stand es dann bereits 1:2. Viel tat sich auf beiden Seiten nicht, bis die Leichlinger in der 71. Minute ihre Führung auf 1:3 ausbauten. Zwar konnte Younes Lamaallam in der 82. Minute noch auf 3:2 verkürzen, was jedoch für die Punkte nichts änderte. Am Sonntag geht es zum Tabellenvorletzten TuS 05 Quettingen II. Die Baumberger Damen konnten auch in Duisbuirg nicht punkten. Zu Spielbeginn hielten die Baumbergerinnen noch gut gegen die Spielzüge der Duisburgerinnen, in der 12. Minute fiel  jedoch das 0:1-Gegentor. Die Kickerinnen ließen sich nicht unterkriegen und erspielten sich viele gute Chancen, die aber ohne Erfolg blieben. Ein unglückliches Eigentor von Nenet Lieth führte zum 0:2, ein  Elfmeter, der zu heftigen Diskussionen führte, zum 0:3.Teammanager Talg zeigt sich insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: »Heute waren Ansätze zu sehen, auf die in den nächsten Wochen aufgebaut werden kann.«Sich aus dem Tabellenkeller befreien könnten sich die Baumbergerinnen am Sonntag beim Heimspiel gegen die SpVgg Steele.Ein Sieg ist ein Sieg – Das hat sich wohl auch der 1. FC Monheim nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Spel­dorf gedacht. Nach einem Foulmeter ging der FC nach zwei Minuten durch Ben­ja­min Schütz in Führung. Danach ließen sich die Monheimer in die eigene…

weiterlesen