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Die neue Mobilität

Monheim am Rhein. Sie nähern sich ganz leise. Ohne Fahrer. Autonome Busse sollen die Mobilität in Monheim am Rhein auf den Stand des 21. Jahrhunderts bringen. Am 26. März wurden sie erstmals präsentiert.

Ab dem Herbst werden fünf dieser E-Busse eine allein mit autonom fahrenden Fahrzeugen bestückte Linie zwischen Busbahnhof und Altstadt bilden. Die kleinen Busse folgen einer vordefinierten Route und sind mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Die Fahrten verlaufen ganz normal, im fließenden Verkehr, täglich von 7 bis 24 Uhr nutzbar mit den üblichen ÖPNV-Tickets. Das gibt es in dieser Kombination kein zweites Mal bundesweit und auch derzeit nicht nochmal in Europa. 

Auch Andreas Pinkwart (FDP), NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, wollte an der Jungfern-Fahrt teilhaben und zeigte sich beeindruckt: »Monheim am Rhein macht heute mit einem kleinen Fahrzeug einen großen Schritt hin zum automatisierten Fahren - und damit zu mehr Sicherheit und Komfort für seine Bürgerinnen und Bürger. Ich beglückwünsche die Stadt zu dieser Innovation und wünsche allen Nutzerinnen und Nutzern ein positives Fahrerlebnis«, so Pinkwart. 

Sein Kabinettskollege und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) fand bei der Präsentation ähnliche Worte: »Innovative Technologien wie das automatisierte Fahren haben das Potenzial, Mobilität entscheidend zu verändern. Ziel der Landesregierung ist es, innovative Technologien in NRW zu erforschen, zu entwickeln und zu testen - und am liebsten auch zu produzieren.«

So ganz möchte er den Deutschen ihr liebstes Spielzeug allerdings noch nicht aus den Händen nehmen: »Der Weg hin zum komplett fahrerlosen, also autonomen Fahren ist aber noch weit. Hier in Nordrhein-Westfalen haben wir optimale Testbedingungen. Mit innovativen Projekten wie in Monheim am Rhein kommen wir auf dem Weg in die Zukunft der Mobilität voran«, so der Minister. 

» Die neue Buslinie mit den autonomen Fahrzeugen ist vor allem als Zubringer zu den klassischen Hauptbuslinien gedacht. Sie wird dafür sorgen, dass wir die bestehende Angebotslücke in der Altstadt schließen. Wenn sich das System bewährt, wollen wir das Konzept auf weitere Teile des Stadtgebiets übertragen«, betonte Bürgermeister und BSM-Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Zimmermann bei der Präsentation.

Linienbetrieb im Herbst?

Am 31.. März wird der Bus einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen des Frühlingsfestes vorgestellt. . Die Finanzierung soll hauptsächlich über einen BSM-Förderantrag von 2,1 Millionen Euro beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erfolgen. Außerdem hatte der Rat der Stadt Monheim am Rhein 300.000 Euro für erste Vorbereitungen des Projektes bewilligt.

Am Dienstag, 2. April, wird das Projekt allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei einem Infoabend vorgestellt. Los geht es um 19 Uhr im Ratssaal.

Erste - und dann noch kostenlose Testfahrten auf der gut zwei Kilometer langen Route mit sechs Haltestellen - werden voraussichtlich ab dem Sommer möglich sein. Der Linienbetrieb soll im Herbst starten.

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