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Wie geht es weiter mit den Langenfelder ZWAR-Gruppen?

Langenfeld. Land NRW streicht die finanzielle Förderung.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt für viele ein neues Kapitel. ZWAR-Netzwerke helfen, diesen Übergang gut zu meistern und mit der neu gewonnen Freizeit zurecht zu kommen. ZWAR steht für »Zwischen Arbeit und Ruhestand« und verbindet Menschen ab 55 Jahren, die gemeinsam ihre Freizeit gestalten wollen.


In Nordrhein Westfalen gibt es diese Netzwerke in rund 70 Kommunen. In Langenfeld existieren in allen sechs Stadtteilen ZWAR-Gruppen, in denen um die 200 Personen aktiv sind.

 

Langenfeld kämpft für den Erhalt

 

Seit fast 40 Jahren fördert die ZWAR Zentralstelle NRW den Aufbau und Betrieb sogenannter ZWAR-Gruppen in NRW und wird hierfür bislang vom Land finanziell unterstützt.


Nun hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW die Streichung der Förderung zum Ende 2019 angekündigt. Das würde das Aus für die Zentralstelle bedeuten.


Am 12. März hatte die ZWAR-Zentralstelle nach Dortmund zu einem landesweiten Forum eingeladen, um die Auswirkungen einer Mittelstreichung mit denen zu diskutieren, die hiervon betroffen wären – die ZWARler aus Nordrhein-Westfalen.


Neben  Teilnehmern wie zum Beispiel  Franz Münterfering, heute Vorstandsvorsitzender der BAGSO, weiteren Referenten sowie rund 280 ZWARlern , darunter auch Vertreter der Langenfelder ZWAR-Gruppen, nahm auch Marion Prell, 1. Beigeordnete der Stadt Langenfeld, an der Veranstaltung teil.
Dabei stellte sie noch einmal eindringlich die positiven und bereichernden Auswirkungen der ZWAR-Gruppen auf die Entwicklungspotentiale  in den Stadtteilen dar.


»Es wäre sehr schade, wenn dieses in der Bundesrepublik einmalige Projekt zukünftig nicht mehr umgesetzt werden könnte. Obwohl wir seit 2018 in allen Stadtteilen sehr erfolgreiche ZWAR-Gruppen haben, hatte ich mit der Zentralstelle in Dortmund schon verabredet, in einigen Jahren nochmals entsprechende Prozesse einzuleiten, damit auch andere Bürgerinnen und Bürger ihren Übergang von Arbeit zum Ruhestand ebenso sinnstiftend gestalten können, wie die heutige Generation 55 +«, so Marion Prell.


»Und auch andere Kommunen sollten die Gelegenheit haben, solche erfolgreichen Instrumente von Bevölkerungsbeteiligung nutzen zu können«, schließt die 1. Beigeordnete ab.


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