Christian P. Seibel 1 Kommentar

Weltmeisterschaft in Langenfeld

Langenfeld. Die 14. Weltmeisterschaft im Sportkegeln auf der Scherenbahn findet vom 7. bis 15 Juni in Langenfeld statt. Elf Nationen kämpfen um den Titel.

Eigentlich war ja geplant, die Weltmeisterschaft erst in zwei Jahren auszurichten. Aber da Luxemburg kurzfristig absagen musste, sprangen die Sportkegler Langenfeld (SK Langenfeld 1962 e.V.) ein. »Wir mussten schon etwas rotieren, weil wir nur ein dreiviertel Jahr Vorbereitungszeit hatte, aber wir sind hier gut ausgestattet«, sagt Geschäftsführer Toni Perez. Kegelbahnen auf dem neuesten Stand der Technik, Umkleideräume und Platz für bis zu 300 Besucher – die Langenfelder genießen weltweit einen guten Ruf.


»Wir sind stolz, elf Nationen zur Weltmeisterschaft begrüßen zu können. Das sind so viele wie noch nie«, freut sich Vereinssportwart Ricky Zimmer. Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, (erstmalig) Kroatien, Luxemburg, Marokko, Niederlande, Spanien und die Türkei stellen je bis zu 16 Athleten.


120 Kegler starten in 13 Wettbewerben im Einzel-, Paar und Mannschaftswettkampf. An den acht Wettkampftagen wird von 10 bis 21 Uhr um die Titel gekämpft. Der Weltverband WNBA (World Ninepin Bowling Association) wird das Turnier live im Internet übertragen.


Die Scherenbahn, auf der gekegelt wird, gehört zu den anspruchsvollsten Kegelvarianten. Während auf den Classic- und Bohlebahnen aufgrund ihrer Bauart nur »in die Vollen«, also ein Wurf in alle Kegel, gespielt wird, verbreitert sich die Scherenbahn zum Ende hin, sodass hier auch »abgeräumt« werden kann: Kegeln, bis alle Kegel gefallen sind.  »Diese Art der Bahn ist bei uns in NRW weit verbreitet, weltweit aber nicht so üblich«, erklärt Zimmer. Daher kommt es auch, dass viele Starter für andere Nationen in der deutschen Bundesliga spielen.


»Es freut uns, dass sogar Sportler extra aus Brasilien anreisen. Die Langenfelder Hoteliers haben uns bei der Unterbringung sehr unterstützt«, ergänzt Perez.


Eine »Neuerung« haben die Langenfelder von der vergangenen WM in den Niederlanden übernommen: Während des Turniers wird in jeder Runde ein gewisser Geldbetrag für einen »alle Neune«-Wurf gespendet. Das Publikum kann den Betrag dann aufrunden. Das Geld kommt dann dem Langenfelder Kinderschutzbund zugute.


Der Eintritt kostet pro Wettkampftag vier Euro, eine Dauerkarte für alle acht Tage ist für 25 Euro zu haben. Die Weltmeisterschaft findet in der Manni-Jung-Sportkegelhalle, Zum Stadion 91, am Rande des Freizeitparks Langfort statt.

 

Info:

  • Gekegelt wird auf Scherenbahnen
  • Die Weltmeisterschaft läuft vom 7. bis 15. juni in der Manni-Jung-Sportkegelhalle, zum Stadion 91 in Langenfeld
  • Eintritt kostet vier Euro, die Dauerkarte für alle Tage 25 Euro.
  • Es läuft eine Spendenaktion für den Kinderschutzbund
  • 11 Nationen sind mit insgesamt 120 Athleten am Start
  • Internet: www.sk-langenfeld.de




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Kommentar von Thorsten Seehofer
Das man auf Classic Bahnen nicht abräumen kann ist natürlich nicht richtig, Aber sonst interessant zum sehen wo alles Schere gespielt wird