David Posor

Vollkommen unimprovisiert

Ensemble-Mitglied traut sich solo auf die Bühne: WochenPost-Interview mit Mattias Engling

Langenfeld. (DP). Mit dem Langenfelder Improvisationstheater »puzzled.« sammelte er Bühnenerfahrung. Nun betritt Mattias Engling zum ersten Mal solo die Bühne. Am Samstag präsentiert der Theater- und Literaturwissenschaftsstudent im Schaustall sein Debüt-Programm »Nichtsdestowenigertrotz«. Uns verriet der 25-Jährige, was das Publikum erwarten darf.

WochenPost: Hallo Matti,­ dich kennt man seit einigen Jahren als Teil von puzzled. Ist diese Ära nun für dich vorbei?
M. Engling: Nein. Ich habe mir eine Auszeit genommen, um zum ersten Mal ein Soloprogramm zu schreiben. Jetzt, wo alles fertig ist und die Premiere vor der Tür steht, habe ich puzzled schon wieder für Auftritte zugesagt. Ich bleibe also weiterhin im Ensemble.

Seit wann weißt du, dass du die Aufmerksamkeit des Publikums mal für dich ganz allein haben willst?
Ich war schon immer neugierig da­rauf und habe es zum Beispiel schon an der Uni ausprobiert. Das hat ganz gut geklappt. Es war vor allen Dingen das ­Schreiben, das letztendlich den Ausschlag gegeben hat. Dabei kann man sich noch einmal gezielter mit Themen und Pointen auseinandersetzen.­ Da hat mir mein Studium sicherlich auch geholfen. Auf der anderen Seite darf einen der Text später auf der Bühne natürlich nicht einengen.

Bedienst du denn denselben Humor wie bei puzzled?
Es ist schon was anderes, da ich nicht nur Comedy mache, sondern – wie es sich für Kabarett gehört – auch gesellschaftskritisch werde. Das verlangt natürlich eine intensivere Vorbereitung; ich habe dafür sehr viel Zeitung gelesen. Ich glaube, dass auch puzzled-Fans ihre Freude daran haben werden. Denn meinen Humor habe ich trotz regelmäßiger Zeitungslektüre nicht verloren!

Privat bist du Student. Wer bist du, wenn du auf der Bühne stehst?

Während ich das Programm geschrieben habe, ist schon eine Art Bühnenfigur entstanden. Da steckt natürlich schon etwas von mir drin, aber es ist eindeutig eine Kunstfigur. Vieles von dem, was ich erzähle, ist überspitzt und ironisiert. So möchte ich über vermeintlich persönliche Anekdoten etwas über die Gesellschaft und meine Generation, die Kinder der Neunziger, erzählen.

Der Pressetext zu deiner Show verrät herzlich wenig über den Inhalt; nenn uns doch mal ein paar Beispielthemen.
Ich spreche über die Unterwäsche-Models von H&M, jugendliche Rebellion, über den aktuellen Verfassungsschutz, über Demokratie, Geld, Musik, Konzentration, den Thermomix und natürlich über Wahrheit – wir sind schließlich im Kabarett.

Das Gespräch führte David Posor.

 

 

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