Christian P. Seibel

Rock‘n‘Roll mit Buchstaben in Langenfeld

Langenfeld. »1. Langenfelder Poetry Slam« geht im Schaustall an den Start.

Das wurde auch Zeit. Am 16. Februar steigt der »1. Langenfelder Poetry Slam«. Jan Schmidt aus Wülfrath und Andreas Klein aus Siegen bringen das Format in den Schaustall am Winkelsweg.


Was ist Poetry Slam eigentlich? Enstanden ist es  1986 in Chicago. In den 90er Jahren kam das Konzept nach Berlin und inzwischen gilt die Slam-Szene in Deutschland als die größte der Welt. Übersetzt bedeutet es soviel wie »Dichterwettstreit«. Mehrere Poeten duellieren sich mit ihren eigenen Texten und haben  sechs Minuten Zeit, das Publikum von sich zu überzeugen.

Vorteile einer gut

vernetzten Szene


Diese Interaktivität begeistert auch Jan Schmidt. Seit 2011 ist er aktiver »Slammer« und seit 2014 auch Veranstalter. Mehr als 600 Auftritte hat er bereits absolviert, stand schon bei den NRW-Meisterschaften im Finale und war auch beim NDR Comedy-Contest dabei. In Langenfeld moderiert er die Show. Durch seine guten Kontakte zur Szene, die bundesweit sehr gut vernetzt ist, konnte er Künstler in die Stadt holen, die bei verschiedenen Meisterschaften Meriten erworben haben: Emil Bosse, Miedya Mahmod, Florian Stein, Micha-El Goehre, Bernard Hoffmeister und Jule Weber.

»Das Schöne am Poetry Slam ist seine Vielfalt«, meint Schmidt. Es sind alle möglichen Richtungen der Literatur erlaubt. Satire, Poesie, gesellschaftskirtische Texte - es gibt keine Grenzen. Und das Publikum ist nicht als klassisch zu bezeichnen. Hier gibt es nicht nur jüngere Zuschauer, es findet sogar ein Austausch zwischen den Generationen statt. Es kann gut sein, dass ein Sohn seinen Vater mitnimmt. Früher kannte man das ja eher anders herum. »Im Slam bekommen die Texte eine andere Ebene als bei einer trockenen Lesung«, ist der 25-Jährige begeistert von der Dynamik, die sich bei solchen Veranstaltungen entwickelt.

Poetry Slam kommt

nach Langenfeld

 

Gerade deshalb findet er es schade, dass Literatur in vielen Städten so unterrepräsentiert ist. Und so ist es sein erklärtes Ziel, seine eigene Begeisterung für das Format auf die Bühne und auf das Publikum zu übertragen. »Es ist Rock‘n‘Roll mit Buchstaben«, sagt er lachend.


Man darf gespannt sein, was im Schaustall ab 20 Uhr geboten wird. Karten gibt es im Vorverkauf für 12 Euro und an der Abendkasse für 14 Euro.



Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.