Christian P. Seibel

Langenfelder und Monheimer Lionsclubs sammeln Hörgeräte

Langenfeld. Kindern in Entwicklungsländern soll ein gutes Gehör geschenkt werden.

Für die Entwicklung eines Kindes ist gutes Hören von großer Wichtigkeit. Erst mit einem guten Gehör können die Sprache richtig entwickelt und soziale Kompetenzen erworben werden. In Entwicklungsländern ist die Versorgung von schwerhörigen Kindern besonders schwierig. In unseren Breiten hingegen werden viele Hörgeräte nach einiger Zeit durch neue ersetzt und »schlummern« in Schubladen, weil sie »zu schade zum Wegschmeißen« sind.


Hier kommt das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. ins Spiel. Vor rund 20 Jahren starteten sie das Projekt »Hilfe für kleine Ohren« und sammeln seitdem gebrauchte Hörgeräte, um bedürftigen, hörgeschädigten Kindern in Entwicklungsländern zu helfen. So kamen bereits über 31.000 Hörhilfen zusammen. Im Sommer letzten Jahres schloss sich auch der Lionsclub Langenfeld dem Projekt an.
»Wir konnten im letzten Jahr rund 330 Geräte an die Zentrale nach Wiesbaden schicken«, freut sich der Projektverantwortliche Kurt Seyboldt. Er rührte daraufhin die Werbetrommel und nun ist auch der Lionsclub Monheim am Rhein – Alte Freiheit mit im Boot.

Hörgeräteakustiker nehmen Altgeräte an

 

So können jetzt bei allen Langenfelder und Monheimer Hörgeräteakustikern Altgeräte in die bereitgestellten Sammelboxen gelegt werden. Nach Justage und Reparaturen werden die Geräte an die 17 Partnerorganisationen in Entwicklungsländern verteilt und vor Ort von Spezialisten an die Ohren der Kinder angepasst. »Ein Hörgerät kann rund sechs Jahre lang repariert werden, aber nach acht Jahren stellen die Hersteller den Support ein«, sagt Hörgeräteakustikerin Silke Beyenburg von der »Ohrfabrik«. Dank der Leistungen der Krankenkassen würden Geräte schnell ersetzt. Es sind also noch viele potenzielle Spendergeräte in Umlauf.


Weitere Informationen zum Projekt »Hilfe für kleine Ohren« gibt es im Internet unter www.kleine-ohren.de oder per Mail an kleine-ohren@lions-hilfswerk.de.

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