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Kriminalität: Langenfeld ist sicherer geworden

Langenfeld. Die aktuelle Kriminalitätsstatistik zeigt, dass viele Sicherheitsmaßnahmen greifen, aber eben noch nicht alle.

Die Anzahl der Straftaten ist im Kreis  im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Das hat die die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2017 ergeben, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde.

 

Von Ulrich Hoeck

 

Es ist der etwas andere Jahresrückblick. Der Jahresbericht der Kreispolizeibehörde für 2017 zeigt die düsteren und unerfreulichen Seiten unserer Gesellschaft auf —  Verbrechen und Unglücksfälle. Doch ganz so düster fällt der Rückblick auf das vergangene Jahr gar nicht aus.  In fast allen Bereichen sind die Fallzahlen zurückgegangen. Dennoch gab es einige spektakuläre Fälle, über die wir berichet haben.

Paar rettet sich aus brennendem Wohnmobil

So kam es zwischen April und August 2017 zu einer ganzen Serie von Brandstiftungen in Langenfeld. Besonders betrroffen war der Stadtteil Richrath, wo zahlreiche Wohnmobile und Wohnwagen, aber auch PKW, LKW und Gartenlauben in Brand gesteckt wurden. Dass dabei keine Menschen zu Schaden gekommen sind, darf man getrost als Glücksfall bezeichnen. Vor allem für das Paar, das in dem angezündeten Wohnmobil schlief, bestand konkrete Gefahr für Leib und Leben. Der Gesamtschaden der Serie an Brandstiftungen liegt bei über 70.000 Euro. Der Täter, ein 40jähriger Langenfelder, konnte auf frischer Tat ertappt werden. Er gestand neun weitere Taten. Die Brandstiftungen versuchte er mit Depressionen, seiner Arbeitslosigkeit und seinem Drogenkonsum zu erklären.  Das Düsseldorfer Landgericht zeigte sich davon unbeeindruckt und verurteilte ihn zu achteinhalb Jahren Haft.

 Mit der Brandstiftung an der Tribüne des Langenfelder Jahnstadions hatte er dagegen nichts zu tun.  Die Polizei konnte das Delikt einer Gruppe von jugendlichen Intensivtätern zuordnen.
Erfreulich ist die Entwicklung bei Unfallzahlen in Langenfeld. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Menschen um 22,3 Prozent. Darunter waren  39 schwer verletzte Personen und 193 leicht verletzte. Allerdings starb auch ein Mensch an den Folgen eines Unfalls.

 

Viele verunglückte Radfahrer

Schaut man sich die Unfallzahlen einmal genauer an, stellt man fest, das unter den Verunglückten besonders viele Radfahrer waren (71, im Vergleich zu 99 im Jahr 2016). Die Zahl der motorisierten Zweiradfahrer, die in einen Unfall verwickelt waren, sank von 33 in 2016 auf 19 in 2017. Verunglückte Fußgänger gab es 18, im Vorjahreszeitraum waren es noch 26. Ein bedauerlicher Trend ist der leichte Anstieg bei durch Unfälle verletzte Kinder. Hier stieg die Anzahl von  26 auf 28 Kinder.
Eine spürbare Verbesserung gibt es auch im Bereich der gesunkenen  Kriminalitätsdelikte.
Die Gesamtzahl der begangenen Straftaten lag im vergangenen Jahr bei 3756. Rund zehn Straftaten im Stadtgebiet pro Tag mag zwar hoch erscheinen, vergleicht man die Anzahl aber mit dem Vorjahr, so stellt man fest, dass sie von 4159 Straftaten um 403 binnen Jahresfrist gesunken sind.
Die Gesamtaufklärungsquote stieg dabei um rund 3,1 Prozent auf rund 51,8 Prozent.

Weniger Wohnungseinbrüche

Besonders auffällig ist, dass die Zahl der versuchten Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet 2017 im Vergleich zum Vorjahr extrem stark gesunken ist. Waren es 2016 noch 224 versuchte Einbrüche, so gab es 2017 nur 95 zur Anzeige gebrachte Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet. 
Auch im Bereich der Gewaltkriminalität gibt es eine positive Entwicklung. Die Statistik weist einen Rückgang von 137 auf 89 Gewalttaten auf. 
Und auch die Aufklärungsrate bei diesen Delikten hat sich verbessert. Sie stieg um sieben Prozent von rund 75 auf 82 Prozent.

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