Nicole Marschall

Große Bescherung bei den »Crazy Hot-Dogs«

Eine Spendenübergabe, bei der auch die Spender nicht leer ausgingen

Langenfeld. (NM). Glänzende­ – und vor allem überraschte – Augen machte nicht nur »Dogman« Marcus Barke bei der Spendenübergabe. Auch die Spender staunten nicht schlecht!

1.100 Euro haben die »Crazy Hot-Dogs« mit ihrem Hunde­kekse-Verkauf zugunsten der Dogman Tierhilfe in Leichlingen eingenommen. Rund 35 Kilogramm Kekse in Geschmacksrichtungen, die den Hundegaumen erfreuen – von Thunfisch bis Schinken-Leberwurst – und jede Menge Pfötchenaufkleber gingen Mitte Dezember im MarktKarre über die »Ladentheke« des Verkaufsstands der kleinen Langenfelder Karnevalstruppe. Zum Ladenschluss waren sie restlos ausverkauft!

»Mit dieser Summe hätten wir selbst nicht gerechnet«, sagt Nicole Vogt, die vor zwei Jahren mit ihren  »Crazy Hot-Dogs«-Kolleginnen Sabine Unterwainig und Anja Pfefferle auf die Idee kam, erstmals für einen guten Zwecke zu backen. Noch überraschter war Marcus Barke von der Dogman Tierhilfe, der große Augen machte, als ihm die die Karnevals- und Tierfreunde einen Scheck über 1.100 Euro überreichten. Weitere 100 Euro legte Kirsten Lierenfeld, Inhaberin der Hundetagesstätte »Nanny für alle Felle«, noch oben drauf. 

Dankbar für jeden Cent

Damit kann Barke wieder ein paar Dinge, die er dringend für die Tierrettung benötigt, von seiner Liste streichen. Lesegeräte zum Auslesen von Chips und eine Seilwinde zum Bergen stehen dort beispielsweise drauf. Ein Netzwurfgerät für 4.000 Euro hat er erst kürzlich angeschafft, um entlaufene Tiere einzufangen – beispielsweise an Autobahnen oder in unwegsamen Gelände, wo der Schuss mit Betäubungsmittel oder das Aufstellen von Fallen kontraproduktiv wäre.

Ganz weit oben auf der Wunschliste des ehrenamtlich arbeitenden Dogman-Teams steht außerdem ein neuer Transporter, mit dem die Tierretter schnell am Einsatzort sind und geborgene Tiere sicher zum Tierarzt bringen können. Und allein für Benzin braucht Marcus Barke monatlich rund 600 Euro. Für jeden Cent sind er und sein Team daher sehr dankbar. »Unser Ziel ist es, vielleicht irgendwann unseren Mitarbeitern auch mal eine Aufwandsentschädigung für ihren Einsatz zahlen zu können«, sagt er.

Rund 20 Personen sind bei Dogman im Einsatz; einige davon – darunter Barke selbst – sind täglich 24 Stunden in Bereitschaft, um bei eingehenden Anrufen auszurücken und »eigentlich alles, was kreucht und fleucht entweder zu sichern oder wieder aufzupäppeln. Angefangen vom Nestling, der noch ohne Gefieder aus dem Nest gefallen ist, bis hin zur Schlange, die – nicht richtig gesichert – hinter der Heizung des Halters eingeklemmt war«.

Überraschung für die Spender

Noch größere Augen als Barke machten übrigens die Crazy Hot-Dogs selbst, als der Dogman sich mit einer kleinen Überraschung für die Unterstützung der eifrigen Keksbäckerinnen bedankte: Anne Karsten aus Odenthal spendiert den Damen eine Massage in ihrer Physiolounge.

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