David Posor

Energielehre als spaßiges Unterrichtsfach

Bildungsprojekt vermittelte Grundschülern wichtige Zusammenhänge und die Vorteile bei Sparsamkeit

Langenfeld. (DP). Ein ganz besonderer Lehrer erklärte den Kids, welche Auswirkungen ihr Umgang mit Strom und Co. hat.

Unterricht mal anders. Am Freitag wurde die Turnhalle der Paulus-­Schule zum Klassenzimmer. Die Sportbänke dienten als Stühle, eine Leinwand als Tafel. Die Aufgabe des Lehrers übernahm ein »Infotainer«. Denn bei dem besonderen Bildungsprojekt rund ums Thema Energie standen Interaktivität und ein hoher Spaßfaktor an oberster Stelle. Mit einem Mix aus Show, Theater und Quiz erklärte der außergewöhnliche Pädagoge zum Beispiel, was Klimawandel bedeutet und welche Formen der Erzeugung regenerativer Energien es gibt. Die neugierigen Dritt- und Viertklässler lernten auch Sinn und Zweck der Energiewende kennen – und wie wichtig es ist, mit jener Energie sparsam umzugehen.

»Verhalten frühzeitig prägen«

Das Pilotprojekt fand 2014 mit einer Einzelvorstellung in der Johann-Gutenberg-Real­schule statt, 2016 war schließlich der Startschuss für den ersten Durchgang an den Langenfelder Grundschulen. Seitdem gibt es die Veranstaltung als kostenfreies Angebot für alle Schulen im wechselnden Rhythmus jedes Jahr im Januar.

Als Sponsorin tritt die Stadt­werke Langenfeld GmbH auf, weswegen am Freitag auch Geschäftsführer Kersten Kerl in der Paulus-Halle vorbeischaute und erklärte: »Die Kinder sollen zum einen lernen, mit neuer Technik wie dem Laden ihrer Smartphone-Akkus umzugehen, aber auch mit klassischen Dingen wie dem Ausschalten des Lichts beim Verlassen eines Zimmers.« Ihnen solle bewusst werden, welchen Effekt ihr Umgang mit Strom und Co. hat und wie sie etwas Gutes für die Umwelt tun können.

Für Kerl ist die Herangehensweise beim »Lern­erlebnis Energie sparen« die genau Richtige. »Kinder haben natürlich nicht den Bezug von Kosten und Nutzen«, sagte er. »Wenn man ihnen aber ganz altersgerecht vermittelt, welche Zusammenhänge es gibt, kann man ihr Verhalten frühzeitig positiv prägen.«

Insgesamt tourte das Pro­jekt durch neun Langenfelder Grundschulen.

 

INFO

Viele Energiespartipps für Erwachsene gibt es bei der Verbraucherzentrale am Konrad-Adenauer-Platz sowie beim Forum Energie-Effizienz Langenfeld auf www.fee-l.de und auf der Webseite der Stadtwerke: KLICK!

 

 

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Kanu-Jugend auf Wildwasser-Fahrt durch Frankreichs Süden

Langenfeld. Gutes Wetter ist nicht gleich »gutes Wetter«. Diese Erfahrung hat die Jugendabteilung des Langenfelder Kanu-Clubs gerade gemacht. Traditionell wird im Frühjahr auf Flüssen im In- und Ausland gepaddelt. Das Ziel in diesem Jahr war das Städtchen Bobbio in Norditalien. Aber dort war das Wetter für die Jahreszeit zu gut. Folge: zu wenig Wasser in den Flüssen, keine Chance auf einen gelungenen Paddelurlaub.  Nach kurzer Suche stand mit der Ardèche ein richtiges Traumziel für Kanuten fest. Weiterer Vorteil: Auf dem Fluss im Süden Frankreichs herrschen im Frühjahr hervorragende Wasserstände und trotzdem bereits traumhaftes Wetter. Zwölf Stunden nach der Abfahrt in Langenfeld konnten sich die 21 Teilnehmer der Kanu-Freizeit davon selbst überzeugen. Südfrankreich steht häufig synonym für Jetset, Reichtum, und Glamour. Auf das Luxusleben haben die Langenfelder Kanuten verzichtet. Stattdessen wurde gemeinsam gekocht, die Mahlzeiten im Aufenthaltszelt zu sich genommen. Geschlafen haben die Jugendlichen zusammen im großen Gemeinschaftszelt, die Betreuer hingegen hatten immerhin den relativen Luxus von halbwegs festen Wänden und Decken um sich herum – in Wohnwagen und -mobil.   Im Gegensatz zum Sommer geht es zu Ostern auf der noch sehr beschaulich zu. Die großen Touristenströme haben noch nicht eingesetzt, und auf den Fluss, der jetzt noch wesentlich mehr Wasser führt, wagen sich nur Wildwasserpaddler mit entsprechender Ausrüstung. So konnten sich die Neulinge unter den Kanuten an den neuralgischen Stellen wie »Charlemagne« oder »Hackmesser« beweisen. Den Erfahreneren unter ihnen kam hier die Aufgabe zu, Mensch und Material zu bergen, wenn etwas mal nicht so klappte. Neben den Paddeltouren auf der Ardèche und angrenzenden Flüssen gab es auch einen Wandertag als Ausgleich.  Klares Highlight war aber die Befahrung der berühmten Ardèche -Schlucht. 32 KM durch die Ardèche-Schlucht Auf der Strecke von 32 Kilometern Länge ging es unter anderem unter der atemberaubenden »Pont d‘Arc« hindurch, einer natürlichen Steinbogenbrücke..Wie bei Asterix und Obelix markiert das traditionelle gemeinsame Abschlussessen markierte das Ende des Abenteuers. Doch im Sommer wartet schon das nächste Abenteuer auf die Gruppe. Dann geht es nach Österreich. Gutes Wetter ist nicht gleich »gutes Wetter«. Diese Erfahrung hat die Jugendabteilung des Langenfelder Kanu-Clubs gerade gemacht. Traditionell wird im Frühjahr auf Flüssen im In- und Ausland gepaddelt. Das Ziel in diesem Jahr war das Städtchen Bobbio…

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