Volker Budinger

Der Preis für das kostbare Nass

Langenfeld. Seit 1. Oktober ist das Trinkwasser in Langenfeld und Monheim teurer. Man habe nach über zehn Jahren stabilem Preis einfach keine andere Wahl gehabt, heißt es vom Verbandswasserwerk.

Von Volker Budinger

Das Wasser in Langenfeld und Monheim ist gut, in vielerlei Hinsicht sogar ausgezeichnet, was allein die deutliche Unterschreitung der Grenzwerte für viele Schadstoffe angeht. Wie das Sprichwort sagt, hat Qualität aber ihren Preis – einer der Gründe, warum zum 1. Oktober der Preis für das Trinkwasser im Gebiet des Verbundwasserwerks Langenfeld-Monheim (VWW) gestiegen ist.

»Über zehn Jahre lang haben wir den Preis stabil halten können, während ja vieles andere teurer geworden ist«, sagt Kersten Kerl, Geschäftsführer des  VWW.. In den vergangenen Jahren habe man eiue Preiserhöhung immer wieder verschoben. Das sei nun nicht mehr möglich gewesen, sagt Kerl.

Investitionen würden schwierig

»Ansonsten hätten wir nicht mehr garantieren können, die nötigen Investitionen in Leitungsnetz und Technik auch in Zukunft aufbringen zu können«, sagt er. Rund zwei Prozent des Leitungsnetzes erneuere man zum Beispiel in jedem Jahr. »Wir haben sonst eigentlich alle Einsparpotenziale ausgeschöpft und wollen ja nichts kaputt sparen«, erklärt er.

Eine Ursache der Preissteigerung sei neben der allgemeinen Teuerung auch der Umstand, dass in den vergangenen Jahren konsequent weniger Wasser verbraucht werde, was  gut für die Umwelt ist, sich aber natürlich auch auf der Einnahmenseite des VWW niederschlägt. »Der Trend zum Wassersparen hält ungebrochen an«, sagt David Hanraths, Prokurist der VWW.

Indes ist die Erhöhung des Preises vergleichsweise moderat. »Wir sind damit immer  noch unter den günstigsten in der Region«, sagt er. Etwas günstiger ist das kostbare Nass, das Lebnsmittel Nummer 1, im Schnitt nur noch in Erkrath. Ratingen, Köln und Hilden. In Haan zahlt man in der Region am meisten für das Wasser aus dem Hahn.

Preis soll möglichst für fünf Jahre halten

Ab sofort steigt der Arbeitspreis für jeden verbrauchten Kubikmeter - das sind 1.000 Liter, um 8 Cent.brutto. der Grundpreis für einen normalen Wasserzähler erhöht sich um 1,52 Euro brutto pro Monat.

Allerdings gibt es auch Änderungen in der Bemessung der Wasserzähler. So wurde das kleinste Gerät mit der bisherigen Benennung »QN2,5« mit der nächsthöheren Kategorie »QN6« zusammengelegt. Für beide gilt nun der Grundpreis von 6,01 Euro pro Monat. Größere Wasserzähler legen proportional im Preis zu.

Wenn man alles zusammennähme nehme, ergebe sich netto pro verbrauchtem Kubikmeter eine Mehrbelastung der rund 33.000 Haushalte im  Versorgungsgebiet von zwischen 11 und 19 Cent.  »Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus würden das somit durchschnittlich 2,80 Euro brutto mehr im Monat bedeuten«, erklärt Kerl.

Man wolle sich nun bemühen, den Preis in den kommenden fünf Jahren stabil zu halten, sagt der Geschäftsführer.

Den Zählerstand, der zum 30. September erreicht war, kann man übrigens noch unter der Internetadresse www.vww-langenfeld-monheim.de melden. So werde der Mehrverbrauchm den es im heißen Sommer gegeben habe, in der Jahresrechnung auch noch zum günstigeren Preis berücksichtigt. Weiter Infos gibt es ebenfall unter gleicherAdresse im Internet.

Neue Preise

  • Der Arbeitspreis pro Kubikmeter steigt um  8 Cent brutto auf nun 1,85 Euro Brutto (Netto 1,73 Euro).
  • Der Grundpreis für einen normalen Wasserzähler steigt um 1,52 Euro Brutto pro Monat auf nun 6,01 Euroi Brutto (5,62 Euro Netto).

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