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Auf Haus Graven sind die Ritter sind los

Langenfeld. Am Wochenende wird es rustikal. Das siebte Burgfest auf Haus Graven führt wieder zurück ins Mittelalter. Mit Handwerksschau, Falkner und klirrenden Waffen ist für fast jeden etwas dabei.

Vor dem Eingang zur Wasserburg stehen Susanne von Flingern, Heinrich von Gerresheim und Stefan von Ittre. Sie guckt freundlich, die beiden Ritter grimmig, hinein lassen sie dennoch jeden, der möchte. Im wirklich Leben heißen die beiden natürlich nicht nach den ältesten Stadteilen Düsseldorfs, aber da tragen sei ja auch keine mittelalterlichen Gewänder. Beim 7. Burgfest auf Haus Graven am 23. und 24. Juni werden sie dabei sein, und ihre Mitstreiter von den Leones Pugnae, den »Löwen der Schlacht« – gemeint ist die von Worringen 1288 – ebenso. Dann werden die Rittersleut auch wieder den beliebten Schwertkampf gegen die Besucherkinder austragen. Klingt unfair, und dass ist es auch. Der Gewinner steht bei diesem ungleichen Kampf nämlich schon vorher fest. Die Besucherkinder natürlich.

 

Kinderpraktikum in Schmiede und
Lederwerkstatt

Für Kinder ist das Fest ohnehin so etwas wie ein großer Abenteuerspielplatz. Sie können nicht nur Ritter verhauen, sondern auch ein Praktikum in einer Schmiede und einer Lederwerkstatt machen. Oder beim Mäuseroulette ein paar Taler darauf setzen in welchem Miniatur-Haus des Miniaturstädtchens die Maus als erstes verschwindet. Die kleinen Nager werden übrigens veterinär-medizinisch betreut, es ist nicht zu erwarten, dass sie durch ihre Arbeit als Roulette-Maus Schaden nehmen.
»Es ist jedes Mal wieder auf´s Neue eine Riesenherausforderung, die Menschen zum Burgfest zu locken«, berichtet Lothar Marienhagen, Vorsitzender des Fördervereins Wasserburg Haus Graven, von den Anstrengungen des Vereins. »Wir hoffen, dass wir nicht zu sehr mit dem Spiel der deutschen Mannschaft am Samstag gegen Schweden kollidieren.« Damit die Besucher wieder so zahlreich kommen, wie in den vergangenen Jahren, hat der Veranstalter ein üppiges Programm aufgefahren.

 

Freiheitsliebender Seeadler kommt zum Burgfest

 

Unter anderem kommt ein Falkner aus Remscheid mit seinem Seeadler. Seeadler? Da war doch etwas? Richtig, es ist genau der Seeadler, der bei seinem letzten Besuch in Langenfeld ausgebüxt ist und zwei Stunden lang über der Stadt kreiste. Mal schauen, wie lange er diesmal bleibt.
Dazu gibt es viele Handwerks- und Verkaufsstände, die man so, mit etwas Glück, auch im Mittelalter hätte antreffen können. Unter anderem ist ein Bernsteinhändler dabei, ein Schmuck-, Glocken- und Lampenhersteller, ein Horn- und Knochenschnitzer, ein Sandalenhersteller sowie ein Met– und Likörhändler.
»Es ist immer eine große logistische Herausforderung, so viele Akteure auf dem Platz unterbringen«, sagt Marienhagen. Immerhin werden am Wochenende rund 42 Installationen und Zelte auf dem Rasen aufgebaut. Dazu kommen erfahrungsgemäß mehrere tausend Besucher. Der Rasen im Hof der Burg ist danach immer ziemlich ramponiert und braucht mehrere Monate, um sich zu erholen. »Aber wir brauchen hier ja auch keinen bundesligatauglichen Rollrasen«, sagt Marienhagen.

 

Samstag: 13 bis 21 Uhr; Sonntag: 11 bis 18 Uhr 

Anfahrt: Am besten  zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Vierrädrige Streitrösser können am Segelflugplatz, Graf-von-Mirbach-Weg 15 ( Zufahrt über Haus Gravener Straße) oder am Wanderparkplatz Schwanenmühle, ebenfalls Haus Gravener Straße, geparkt werden.

Eintritt: 3 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren frei. 

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Kommentar von Reuter
Es wäre zu begrüßen, das die Veranstalter die Parksituation bei der 7 Veranstaltung in den Griff bekommt. Leider wird alle Jahre an verbotenen Plätzen geparkt und der Verkehr behindert sowie die Geduld der Anwohner auf eine harte Probe gestellt. Aber dieser Sache scheint der Veranstalter sich nicht anzunehmen bzw. ist überfordert oder es ist ihm egal.