Volker Budinger

Tierschutz auf Pauschale

Hilden. Mit einem neuen Vertrag soll die Finanzierung des Hildener Tierheims auf stabilere Füße gestellt werden. Vertragspartner sind der Tierschutzverein und die Städte Hilden, Langenfeld, Erkrath, Monheim und Mettmann.

Von Volker Budinger

Wenn in Hilden, Langenfeld, Erkrath, Monheim oder Mettmann ein Tier herrenlos gefunden wird, geht sein Weg nach Hilden ins dortige Tierheim. Bereits seit etlichen Jahren haben die fünf Städte die Kooperation mit der vom Tier- und Naturschutzverein Hilden betriebenen  Einrichtung geschlossen – und können so auf den Betrieb eigener städtischer Tierheime verzichten.. Im Gegenzug bezahlen die Kommunen den Verein für die Aufnahme der Fundtiere, denn nach dem Gesetz ist die Unterbringung und Versorgung dieser eine Aufgabe der Städte und Gemeinden. Insgesamt 494 Tiere betraf das im vergangenen Jahr

Über das Wie der Finanzierung soll nun ein neuer Vertrag zwischen Verein und Städten abgeschlossen werden. Bislang trifft dieser von allen Seiten auf breite Zustimmung. Der Entwurf hat gerade den Haupt- und Finanzausschuss in Hilden einstimmig passiert und wird damit wohl auch in der Ratssitzung am 31. Oktober  durchgewunken werden. Der Rat in Langenfeld hat einen gemeinsam mit Monheim aufgesetzten Entwurf bereits Ende September abgesegnet. Und auch aus Erkrath  wird Zustimmung signalisiert.

Einheitlicher Vertrag

Anders als bisher wird es nun einen einheitlichen Vertrag für alle Städte geben, bislang zahlte jede auf einer anderen Grundlage. Einheitlich soll sich die jährliche Pauschale zukünftig nach der Einwohnerzahl der Städte bemessen, und zwar gestaffelt ansteigend bis zum Jahr 2022 auf 0,75 Euro pro Einwohner pro Jahr. Im kommenden Jahr sind es zunächst 0,60 Euro und dann jährlich 5 Cent mehr.

Für den Verein würde sich im Schnitt dann in vier Jahren rund 70.000 Euro mehr insgesamt im Vergleich zu jetzt ergeben.. Geschlossen werden soll der Vertrag auf zehn Jahre.

Sowohl für Hilden als auch für den Verein ergebe sich so mehr Planungssicherheit«, sagt Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings. »Wir sind davon überzeugt, dass der vorliegende Entwurf für die Beteiligten ausgewogen und angemessen gestaltet ist.« Außerdem leiste der Tier- und Naturschutzverein einen großen Beitrag zum Tierschutz und zum Bessern Verständnis von Mensch und Tier«, sagt sie.

Von Seiten des Vereins möchte man sich lieber erst äußern, wen der Vertrag unterzeichnet ist. »Wir haben eigentlich Stillschweigen vereinbart«, sagt Siegfried Hornig, zweiter Vorsitzender des Tier- und Naturschutzvereins. Davon, dass der Verein mit dem sich abzeichnenden positiven Ergebnis zufrieden ist, kann man aber wohl ausgehen.

Zahlen und Fakten

  • Im Jahr 2017 bekam der Tier- und Naturschutzverein Hilden insgesamt 110.058 Euro von den fünf Vertrags-Städten. Bei 0,75 Euro pro Einwohner ergäbe sich ein Betrag von 178.818 Euro.
  • Ohne extra Einnahmen durch Spenden und Erbschaften könnte der Verein laut selber offen gelegter Zahlen, unter anderem durch gestiegene Kosten, aktuell nicht mehr kostendeckend arbeiten.
  • Das Tierheim befindet sich in Hilden, Im Hock 7. Weitere Infos  im Internet unter www.tierheim-hilden-ev.de

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