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Stadtrat hat über den Schulentwicklungsplan entschieden

Hilden. Das in einer Arbeitsgemeinschaft erarbeitete ursprüngliche Konzept wurde Mittwochabend bindend verabschiedet. Die katholische Astrid-Lindgren-Schule wird damit zweizügig.

Von Volker Budinger

Noch einmal stand jetzt in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Sommerpause das kontrovers diskutierte Streitthema Schulentwicklungsplan (SEP) auf der Tagesordnung.

Nach über einem Jahr Diskussion, Beratung in einer paritätisch mit allen Beteiligten  besetzten Arbeitsgruppe (AG SEP), zahlreichen Kosultationen von Elternschaft, Schulleitungen, -trägern und Bezirksregierung wurde nun ein für die kommenden fünf Jahre geltender Plan verabschiedet, wieviele »Züge«, also parallele Klassen, die sieben Hildener Grundschulen maximal haben dürfen. Damit wird indirekt auch die Verteilung der Grundschüler auf die sieben Schulen geregelt, da damit grundsätzlich eine Maximal-Zahl der aufzunehmenden Schüler definiert ist.

Ursprüngliches Konzept verabschiedet

Im Stadrat wurde nun das ursprünglich in der Arbeitsgemeinschaft erarbeitete Konzept verbindlich beschlossen. Demnach wird die Verbundschule Schulstraße ab dem Schuljahr 2019/20 vier Züge maximal haben, die Schwerpunktschule Elbsee zwei, die Verbundschule Beethovenstraße vier, die Wilhelm.Hüls-Schule drei, die Verbundschule Kalstert vier, die Wilhelm-Busch-Schule drei und die Astrid-Lindgren-Schule zwei Züge.

Hinter dem Konzept stehe laut Stadtverwaltung und AG SEP das Prinzip »Kurze Beine – kurze Wege«. Die Schulen sollen demnach vor allem in Wohnortnähe liegen – und die Schüler auch gleichmäßig auf die Stadt verteilt werden, um etwa Planungssicherheit für Schulstandorte zu gewährleisten.

Kritiker brachten insbesondere im Zusammenhang damit, dass die bei Eltern beliebte katholische Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in nun nur noch zwei statt wie bisher drei Züge haben wird, den Einwand, der Elternwille werde mit dem SEP nicht genügend berücksichtigt. Ein zwischenzeitlicher Entwurf des SEP mit einer Dreizügigkeit der ALS setzte sich dann aber nicht durch.

SPD, Grüne und Allianz für Hilden stimmten für den SEP, CDU enthielt sich

In namentlicher Abstimmung stimmten nun die Vertreter von SPD, Grünen und der Wählervereinigung Allianz für Hilden für den SEP. Die Rastmitglieder der FDP, AfD und der Bürgeraktion stimmten dagegen.

Die 14 Ratsmitglieder der CDU, die sich im Vorfeld auch gegen den Plan ausgesprochen hatten, enthielten sich der Abstimmung. Man sehe Form- und Verfahrensfehler betonte die Fraktion in der über eine Stunde währenden Diskussion vor der Abstimmung.

Die im Vorfeld eingeschaltete Kommunalaufsicht der Bezirksregierung sah allerdings keine Fehler in dem Konzept. Der Ratsbeschluss ist damit bindend.

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Kommentar von Catrin Benoit
Der Träger der Astrid-Lindgren-Schule ist nicht die katholische Kirche, sondern die Stadt Hilden.
Kommentar von Sonja da Silva Marques
Die Astrid-Lindgren ist ebenso eine städtische Grundschule. Ausserdem wurde kein neuer SEP erarbeitet indem die ALS mit drei Zügen berücksichtigt worden ist. Dies sollte zwar passieren, wurde aber durch den Beschluss im Haupt-und Finanzausschuß und nun im Rat verhindert.