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Stadt Hilden passt ihre Ferienmaßnahmen der Nachfrage an

Hilden. Weil viele Kinder auch in den Ferien im Offenen Ganztag sind, ändert die Stadt ihre Angebote

86 Prozent aller Hildener Grundschulkinder hätten 2017 einen Platz im Offenen- oder Verlässlichen Ganztag gehabt, heißt es von der Stadt. Die Zahl sei in den letzten zehn Jahren kontinuierlich um fünf bis sechs Prozent im Jahr gestiegen.

Diese Entwicklung habe daher nun auch Auswirkungen auf die Ferienmaßnahmen. „Wer in der Urlaubszeit in die OGS geht, kommt nicht zu den Aktionen der Jugendförderung“, erklärt Ulrich Brakemeier, Leiter des Amtes für Jugend, Schule und Sport. „Das ist eine einfache Rechnung.“ Früher haben 360 Kinder am Abenteuersommer teilgenommen, zuletzt gab es nur noch 80 Anmeldungen.“ Die Stadt reagiert auf diese Verlagerung und passt ihre Ferienmaßnahmen jetzt an.

Statt auf konkurrierende Angebote wolle das Amt für Jugend, Schule und Sport nun auf Kooperation setzen, heißt es. Die Betreuung der Grundschulkinder während der schulfreien Zeit findet ab den Sommerferien 2018 in den Offenen Ganztagsschulen statt. Die einzelnen OGS arbeiten aber nicht mehr jede für sich allein. Die Jugendförderung organisiert ein kulturpädagogisches Rahmenprogramm.

Kinderspielstadt wäre denkbar

„Denkbar wäre zum Beispiel eine Kinderspielstadt“, veranschaulicht Ulrich Brakemeier die Idee. „Jede Gruppe bereitet sich auf ein besonderes Tätigkeitsfeld vor. Die Kinder planen eine Apotheke, eine Schneiderei, einen Supermarkt, eine Bank oder auch ein Theater. Zum Ende der Aktion treffen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Area 51 und gründen gemeinsam eine Stadt. Auf diese Weise werden Kinder an das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben herangeführt.“

Die Vorteile liegen für die stellvertretende Leiterin der Jugendförderung, Catharina Giesler, auf der Hand: „Die OGS bietet kurze Wege und eine vertraute Umgebung, die kulturpädagogischen Aktionen fördern den Nachwuchs und bringen Kinder zusammen, die sich sonst vielleicht nie kennenlernen.“ Das erste Event dieser Art soll in den Herbstferien 2018 stattfinden. In den Sommerferien arbeiten die OGS noch nach der alten Methode. „Wir führen zwei unterschiedliche Systeme zusammen“, erklärt Giesler. „Das will gut vorbereitet sein.“

Ob und was sich mit der Neustrukturierung für die Familien ändert, erklärt OGS-Fachberaterin Nicole Heim: „Handeln müssen nur die Eltern, deren Kinder regulär nicht in der OGS oder VGS betreut werden. Sie haben jetzt die Möglichkeit, ihre Kinder nur für die Ferien anzumelden.“

Kinder, die im Sommer in die Schule kommen, werden bis zum 31. Juli durch den Kindergarten und danach von der zukünftigen Grundschule betreut. Fragen hierzu beantworten die Koordinatorinnen des Offenen Ganztages. Sie sind am besten über die Schulsekretariate zu erreichen. Nach wie vor findet eine Sommeraktion der Jugendförderung für rund 50 Kinder auf dem Abenteuerspielplatz statt.

Von der Umstrukturierung nicht betroffen sind die städtischen Ferienangebote für junge Menschen ab der fünften Klasse. „Wir werden wie gehabt an mehreren Tagen Aktionen und Ausflüge organisieren“, verspricht Catharina Giesler. „Wir wollen Neues wagen, aber Gutes bewahren!“

Informationen zum Ferienprogramm

Informationen zum Programm sowie zu den Anmeldebedingungen finden Interessierte ab dem 4. März unter www.jugendzeit-hilden.de. Ansprechpersonen für Rückfragen sind Catharina Giesler (catharina.giesler@hilden.de, 02103-246532) und Dieter Heilmann (dieter.heilmann@hilden.de, 02103 246530).

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