Volker Budinger

Oldtimer und Afrika passen in Hilden gut zusammen

Hilden. Der Verein Hilfe für Afrika Hilden veranstaltet am 27. Mai zum zweiten Mal die »Afrika Classic Hilden«. Der Erlös der Oldtimer-Ausfahrt durch das Bergische Land fließt in zwei Hilfsprojekte in Tansania und Ghana.

Von Volker Budinger

Gepflegte historische Autos und Afrika – ohne weiteres bringt man das nicht in Zusammenhang. »Ich bin allerdings selber Oldtimer-Fan und fahre seit 28 Jahren einen  Morgan 4-4«, sagt Engelbert Kremers. Außerdem ist der 60-jährige Hildener erster Vorsitzender des Vereins Hilfe für Afrika Hilden – womit die Verbindung hergestellt wäre.

Fahren für den guten Zweck

»Ich hatte mir gedacht, wie bringe ich diese beiden meiner Leidenschaften zusammen. Und so entstand die Idee der Afrika Classic Hilden«, sagt er. Die findet in deisem Jahr am 27. Mai nach dem Erfolg aus dem vergangene Jahr nun zum zweiten Mal statt. Oldtimer-Besitzer seien ja in der Regel Menschen, »die ein bisschen Geld übrig hätten«, sagt Kremers. 

Warum also nicht den Spaß mit dem guten Zweckverbinden?Der gute Zweck, das sind in diesem Fall zwei ganz konkrete Projekte des seit 2013 bestehenden Hildener Vereins. »In Arusha in Tansania haben wir 2014 ein Projekt für Straßenkinder ins Leben gerufen«, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Perspektive für Straßenkinder

Dabei geht es darum, den Kindern eine echte Lebens-Perspektive in ihrer Heimat zu geben. Während die Jungen in einem Landwirtschaftsprojekt lernen, sich selbst zu versorgen, wurde für Mädchen eine Nähstube eingerichtet. »Ein Schneider bringt den Mädchen dort das Handwerk bei. Außerdem haben wir gemeinsam mit unserem vor Ort gegründeten Verein ein Programm gestartet, mit dem Touristen sich in dieser Nähstube Taschen und anderes eigens anfertigen lassen können«, sagt Kremers. »Als Schneiderinnen haben die Mädchen, die sonst häufig ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdienen müssen, eine echte zweite Chance.«

Das zweite Projekt, in das der Erlös der Oldtimer-Ausfahrt fließen soll, hat der Verein erst im Dezember gestartet. »Englisch als zweite Hauptsprache« heißt es und soll Kindern in vielen Ländern Afrikas das Tor zur Bildung öffnen. . »Die meisten Kinder sprechen, wenn sie in die Schule kommen nur die Sprache ihres Volksstammes. Die englische Amtssprache der Länder, in der  der Unterricht stattfindet, müssen sie dann erst noch erlernen«, erklärt Kremers. Mit dem ursprünglich von deutschen Lehrern für Kinder von Asylbewerbern entwickelten und nun ins Englische übertragenen Lernprogramm sollen dann die Vorschulkinder bereits die Sprache erlernen. »Die ersten Versuche in Ghana haben sehr gut funktiioniert«, sagt Kremers.

Helfen können die Oldtimer-Fahrer – oder auch nur Beifahrer – auf verschiedenen Weise. Zum einen gibt es ein gestaffeltes Startgeld: Fahrzeuge mit zwei Personen zahlen 60 Euro, jeder weitere Beifahrer 20 Euro. Mit nur einem  Fahrer besetzte Fahrzeuge zahlen 40 Euro, wenn sie Beifahrer-Plätze zur Verfügung stellen. »Und wer als Beifahrer einfach mitfahren möchte, kann das für 50 Euro tun«, sagt Kremers.

Ferner unterstützen viele Sponsoren die Ausfahrt – weitere werden noch gesucht. Darüber hinaus kann natürlich jederzeit auf das Spendenkonto des Vereins gespendet werden. Infos dazu gibt es im Internet unter www.hilfe-fuer-afrika-hilden.de

Startplätze zu gewinnen

Hilfe für Afrika und Wochenpost verlosen drei Startplätze für Besitzer von Oldtimer-Fahrzeugen. Mitmachen können Sie, wenn Sie einen fahrbereiten Oldtimer besitzen ganz einfach im Internet unter www.wochenpost.de/service/gewinnspiele Einsendeschluss ist der 23. Mai, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Route und Anmeldung


Die Ausfahrt startet am Sonntag, 27. Mai, um 10 Uhr vom 3M-Parkplatz in Hilden. Gegen 10.30 Uhr ist ein Zwischenstopp mit Fahrübung am Autozetrum Josten in  Monheim geplant. Am Stadion Stefansbachtal in Gevelsberg ist von 12.30 Uhr bis 15 Uhr die Mittagspause vorgesehen. Ziel und Ende der Ausfahrt ist ab 15.30 Uhr beim  Autozetrum Josten in Remscheid, wo anschließend ab 17 uhr auch die Siegerehrung stattfindet.

Die »touristische Oldtimer-Ausfahrt« ist als Fahrt nach »Chinesen-Zeichen« über 100 Kilometer mit Bildersuche und Fragebogen konzipiert. Das Startfeld ist auf 120 Wagen begrenzt.
Anmeldung und weitere Infos im Internet unter www.hilfe-fuer-afrika-hilden.de

 

 

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A59 zwischen Monheim und Leverkusen gesperrt

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