vobu

Nachholtermin: Esther Bejarano kommt doch nach Hilden

Hilden. Das im Oktober wegen Krankheit verschobene Konzert gegen Rassismus wird am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus nachgeholt

Gemeinsam kämpfen sie gegen das Vergessen, für ein solidarisches und respektvolles Zusammenleben: Esther Bejarano, deutsch-jüdische Auschwitz-Überlebende, ihr Sohn Joram und das Kölner Hip-Hop-Projekt Microphone Mafia. Sie singen und rappen auf jiddisch, türkisch sowie deutsch – und das bereits seit zehn Jahren. Im Herbst 2018 ist ihr drittes Album „Ama La Vita“ erschienen. Nun ist die eingeschworene Gruppe auf Jubiläumstour und macht auch Halt in Hilden.

Nachdem der Auftritt im Oktober krankheitsbedingt verschoben werden musste, steht jetzt der neue Termin fest: Am Sonntag, dem 27. Januar 2019, ist Esther Bejarano im Area 51, Furtwänglerstraße 2b, zu Gast.

Eintritt für das Konzert im Area 51 ist frei

„Ein sehr passendes Datum“, findet Diana Pohler vom Area 51. „Denn am 27. Januar erinnern wir deutschlandweit mit einem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.“

Der Eintritt für das Konzert ist frei. Der Einlass beginnt um 15.30 Uhr, das Konzert um 16 Uhr. Der Veranstalter bittet um Anmeldung per E-Mail an area51@hilden.de.

Esther Bejarano, geboren 1924, ist eine der letzten Zeitzeug(inn)en und Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz, das täglich beim Marsch der Arbeitskolonnen durch das Tor des Lagers aufspielen musste. In ihren Texten erzählt Bejarano von ihren Erinnerungen an ihre Zeit in Auschwitz.

Zugleich wendet sie sich gegen Ausgrenzung, Rassismus, Krieg und Gewalt in der Gegenwart. Ihr Sohn Joram begleitet sie an der Gitarre. Hinter der Microphone Mafia verbirgt sich Rapper und Muslim Kutlu Yurtseven. Drei unterschiedliche Generationen, zwei verschiedene Religionen stehen gemeinsam auf der Bühne und preisen die Liebe zum Leben: „Ama la Vita!“ „Das ist Esthers späte Rache an den Nazis“, erklärt Kutlu Yurtseven. „Mir ist es eine Ehre, Teil dieser Rache sein zu dürfen!“

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.