Volker Budinger

Langenfelder BOB-Tour in Hilden: Mehr als »nur« Altenpflege

Hilden. Das Senioren-Wohnstift Haus Horst ist auf der Berufsorientierungsbörse BOB in Langenfeld vertreten. Im Vorfeld gab es eine Gesprächsrunde mit dem BOB-Initiator und der Bürgermeisterin über das Problem, Auszubildende zu finden.

Von Volker Budinger

»Wenn ich den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, dann freut mich das«, sagt   Debby Klütsch, Auszubildende im Senioren-Wohnstift Haus Horst, und ihre Kollegin Denise Otto ergänzt: »Ich mache das, um Menschen zu helfen – und um den Älteren etwas wieder zu geben, sie haben schließlich für uns Jüngere viel aufgebaut«.

Über 28.000 Ausbildungsberufe

Die beiden Auszubildenden zur Altenpflegerin waren sich in der Wahl ihres Berufsweges von Beginn an recht sicher, unter anderem durch persönliche Erfahrungen in ihren Familien. »Das ist aber definitiv bei den meisten Jugendlichen nicht so«, sagt Hans-Dieter Clauser, Initiator der  Berufsorientierungsmesse BOB der Städte Langenfeld und Monheim. »Bei heute über 28.000 Ausbildungsberufen können die Schüler ja gar nicht mehr den Überblick haben«, sagt er.

Genau aus diesem Grund hat Clauser ehrenamtlich vor 15 Jahren die BOB ins Leben gerufen und den Verein BOB plus gegründet – um Orientierung zu bieten.

Am 15. Mai findet diese Börse zum dann 14. Mal in der Langenfelder Stadthalle statt – und auch das Haus Horst wird als Aussteller dabei sein.

Im Vorfeld war Clauser nun gemeinsam mit Bürgermeisterin Birgit Alkenings im Rahmen der »BOB-Tour« zu Gast im Senioren-Wohnstift, um mit den Auszubildenden unter anderem über die Probleme im Bereich der Ausbildung  zu sprechen.

Hauswirtschafter werden gesucht

»Wir bildennicht nur Altenpfleger aus, sondern auch Hauswirtschafter, Kauffrauen und -männer für Büromanagement und Köche«, sagt Ute Franke-Hesse, Leiterin des Wohnstiftes. »Und besonders bei den Hauswirtschaftern ist es schwer, Auszubildende zu finden. Viele kennen den Beruf gar nicht«, sagt sie. – ein Grund, warum man den auf der BOB vorstellen will. Genau dies, solche eher unbekannten Berufe vorzustellen, sei mit der Sinn von Veranstaltungen wie der BOB oder auch der Hildener Ausbildungs- und Studienbörse, die am 11. Mai im Evangelischen Schulzentrum stattfindet, meint die Bürgermeisterin.

»Die Jugendlichen haben kaum noch Bezüge zur Berufswelt. Viele kennen nur die ‚bekannten‘ Berufe wie Kfz-Mechatroniker oder Friseur. Dabei gibt es eine große Vielfalt«, sagt Alkenings. Die beiden Messen stünden auch gar nicht in Konkurrenz. »Im Gegenteil, ich sage den Jugendlichen immer, sie sollen sich so viel wie möglich auf unterschiedlichen Messen informieren – und so früh wie möglich«, sagt Clauser. Und Alkenings ergänzt:

»Gut informierte junge Menschen, die in die Ausbildung gehen, sind ja auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Denn die Unternehmen hier profitieren ja davon«

Ausbildungsbörsen

  • Die Hildener Ausbildungs- und Studienbörse findet am Samstag, 11. Mai, von 9 bis 14.30 Uhr im Evangelischen Schulzentrum, Gerresheimer Straße 74, statt.
    Weitere Infos und Anmeldung gibt es im Internet unter www.ausbildungsboerse-hilden.de
  • Die BOB 2019 – die Berufsorientierungsbörse, findet am  Mittwoch, 15. Mai, von 11 bis 17 uhr in der Stadthalle Langenfeld statt. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.bobplus.de

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