Volker Budinger

Die Autorin Heidi Oberscheidt - Hildens Herrin der Kobolde

Hilden. Die Hildener Autorin Heidi Oberscheidt hat ihr viertes Kinderbuch veröffentlicht. Geschichten zu erzählen, läge ihr im Blut, sagt sie.

Von Volker Budinger

»Früher habe ich immer meinen Kindern und Enkeln erfundene Geschichten erzählt. Die sind jetzt aber alle schon groß«, sagt Heidi Oberscheidt. Und da die Kinder die Erzählungen stets »ganz toll« gefunden hätten, hätten sie auf die 78-jährige Hildenerin eingeredet, ihre fantasievollen Geschichten nieder zu schreiben und zu veröffentlichen. »Und das habe ich dann nach einigem Zögern schließlich gemacht«, sagt sie.

»Das Mäuschen Fridolin« hieß das erste Buch damals im Jahr 2006 – mittlerweile ist bereits ihr viertes Buch »Mampfi sucht das ‚weiß nicht wo‘«  erschienen. »Und dabei habe ich nach dem ersten Buch bereits gesagt, ich schreibe kein weiteres mehr«, sagt die Autorin lachend.

Von eigenen Ideen überrascht

Mampfi, das ist ein kleiner Kobold, der mit seiner Kobold-Freundin Lila in einer Puppenstuben»im Gartenhäuschen von Susannes Opa« wohnt. Zum dritten Mal ist er nun die Hauptfigur eines Kinderbuchs von Heidi Oberscheidt.

»In meinen Geschichten  verarbeite ich vieles, was ich selbst erlebt habe«, erzählt die 78-Jährige. Und das Geschichten erzählen läge ihr wohl im Blut, meint sie. »Bereits mein Großvater konnte ganz toll selbst erfundene Geschichten erzählen«, sagt sie. Und manchmal sei sie beim Schreiben selbst überrascht, was sie da erfinde. »Manchmal sogar, wenn ich nochmal lese, was ich geschrieben habe«, sagt sie lachend.

Reaktionen der Kinder vor Augen

Ganz genau weiß sie auch, wofür beziehungsweise für wen sie schreibt. Seien es früher ihre zwei Töchter und die drei Enkel gewesen, habe sie heute beim Schreiben vor Augen, wie Kinder wohl reagieren, wenn sie ihre Geschichten lesen oder vorgelesen bekommen. 

»Es gibt für mich ja auch nichts schöneres, als etwa bei einem Kasperle-Theater zu sehen, wie die Kinder mitgehen und lachen bei der Vorstellung«, sagt sie. Und genauso stellt sie sich  auch die Reaktionen auf ihre Geschichten vor.
Unlängst konnte sie das  auch wieder live erleben, als sie beim  Vorlesetag in der Hildener Stadtbücherei Kindern aus ihrem neuesten Buch vorlas.

Weitere Ideen für neue Bücher habe sie derzeit nicht in der Schublade. »Ich glaube, da kommt keins mehr«, sagt sie. Aber schließlich habe sie das auch schon nach ihrem ersten Buch gesagt«, sagt sie lachend. Fans von Mampfi dürfen also hoffen, vielleicht doch noch mehr von dem kleinen Kobold zu erfahren.

Mampfis neuestes Abenteuer

  • »Mampfi sucht das ‚weiß nicht wo‘« ist das dritte Abenteuer des kleinen Kobolds. Das Buch ist im Frieling-Verlag erschienen, umfasst 80 Seiten in Großschrift und ist vom Zeichner Severin Klisch farbig illustriert.
  • Das Buch trägt die ISBN 978-3-8280-3440-2, kostet 16,50 Euro und ist bei jedem Buchhändler, beim Verlag oder im Internet bestellbar.
  • In dem Buch machen sich Mampfi und seine Kobold-Freundin Lila auf den Weg, noch andere Kobolde wie sie zu finden – und damit auch auf die Suche nach ihrer Herkunft. Dabei treffen sie unter anderem auf die Tiere im  Zoo, die ihnen dazu Überraschendes erzählen können.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.