Alles neu ... macht der Hildener Sommer

Hilden. Das neue Team an der Spitze des Kulturamtes will die bewährte, aber etwas angestaubte Veranstaltungsreihe in den Sommerferien im kommenden Jahr auf ganz neue Beine stellen. Bereits jetzt gibt es einen Vorgeschmack darauf.

Von Volker Budinger

»Wir wollen den Hildener Sommer als ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Region ganz neu aufstellen«, sagt Eva Dämmer, Hildens Kulturamts- und Musikschulleiterin. Allerdings erst so richtig im Jahr 2020. »Auf einige neue Angebote und Aktionen darf man sich aber bereits in diesem Sommer freuen«, verrät sie.

Bunte Wimpel als Markenzeichen

Sichtbares Zeichen der Erneuerung sind zunächst mal die bunten Wimpel, die nicht nur die Plakate zieren, sondern sich auch  ab Mitte Juli durch die Stadt ziehen werden. »Das soll sozusagen das Markenzeichen des Hildener Sommers werden«, verrät Dämmer. Außerdem dürfen sich die Hildener bei diesen Wimpeln direkt selber mit betätigen. »Am 14. Juli sind nämlich alle nähbegeisterten Hildener eingeladen, ihre Nähmaschinen mitzubringen und auf dem Ellen-Weiderhold-Platz aus bunten Stoffresten Wimpel mitzunähen«, sagt Dämmer.

Überhaupt soll das »Mitmachen« ein Kennzeichen des neuen Hildener Sommers werden. »Aber wir werden noch nicht alles verraten, was da noch kommt. Es wird einige Überraschungen geben«, sagt die Kulturamtsleiterin. »Unter anderem wird es eine tolle Kunstaktion geben, an der sich jeder beteiligen kann, die an die textile Vergangenheit der Stadt anknüpft«, sagt Sandra Abend, im Kulturamt zuständig für die bildende Kunst.

Mehr geboten für junge Leute

»Wichtig ist uns auch, dass es einen Zuschnitt mehr auf die jungen Leute gibt«, sagt Dämmer.
So trägt das Auftaktkonzert des Hildener Sommers am 18. Juli den Titel »Junge Musiker on Stage«. »In jedem Fall spielt die Jugendband der Musikschule ‚Fife@seven‘. Aber jede Form von musikalischer Darbietung von jungen Menschen, egal ob als Band oder alleine, ist willkommen«, sagt Dämmer.
Anmelden können sich Interessierte per E-Mail unter kulturamt@hilden.de oder telefonisch unter 02103/72243. »Wir hoffen da auf ganz viele Anmeldungen«, sagt Dämmer.

Sehr konkret mit dem Mitmachen wird es am 1.  und am 15. August. Unter dem Motto »Ideen auf den Tisch« dürfen sich alle Interessierten an einen langen Tisch auf dem Alten Markt setzen und ihre Ideen für die Zukunft des Hildener Sommers auf Papiertischdecken schreiben.

Beim Platzwechsel dürfen dann weitere daran kommentieren und weiterspinnen. »Das wird ein sehr spannendes Experiment«, sagt Dämmer. Man freue sich auf jede vermeintlich verrückte Idee und auch auf jeden Verbesserungsvorschlag zu traditionellen Angeboten.

»Denn auch Bewährtes wird es weiter geben wie den Mitmachzirkus, den Clown Tiftof oder das Abschlusskonzert auf dem Alten Markt«, sagt Dämmer. Bei letzterem tritt diesmal übrigens die Band Toeffte auf. Eingebettet werden soll auch die vom Land geförderte – und daher für die 10 bis 14 Jahre alten Teilnehmer kostenfreie – Reihe »Kulturrucksack«, die in Hilden und Haan bereits mit ersten Angeboten gestartet ist und sich bis in den November zieht.

»Die Kinder werden immer wieder ganz spontan Ergebnisse aus den Projekten in der Innenstadt präsentieren«, sagt Dämmer. Unter anderem Kostüme, Bühnenbilder oder erste Lieder aus dem Musical »Monster gibt es nicht«, das am 27. Juli aufgeführt wird und bereits zwei Wochen vorher startet. Bis zum 15. Juni müssen sich interessierte Kinder dafür bei der Musikschule angemeldet haben.

Das Kostümeschneidern gibt es dann unter anderem in der Stadtbibliothek. »Nähen ist voll im Trend«, sagt dazu Nadien Reinhold, Leiterin der Stadtbücherei, welche im Besitz mehrerer Nähmaschinen ist.
»Und im kommenden Jahr wird alles dann noch  spannender«, sagt Dämmer.

  • Weitere Infos zu Terminen, Anmeldungen und mehr gibt es im Internet unter www.hilden.de

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