AK

Alle Viertklässler in die Busschule

Prävention: Rheinbahn vermittelt korrektes Verhalten

Hilden. (AK). Auch in diesem Jahr nahmen alle Hildener Viertklässler am verkehrspädagogischen Projekt »Busschule« der Rheinbahn teil. Denn ab dem nächsten Schuljahr werden die meisten von ihnen auf sich gestellt sein, wenn sie den ÖPNV für den Weg zur Schule nutzen. Und es lauern viele Gefahren und Stolperfallen, die es zu beachten gilt. Das kindgerechte Sicherheitstraining ist eine Kooperation der Stadt Hilden, der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, der Verkehrsunfall- und Kriminalprävention der Kreispolizei und der Rheinbahn.

Ballspielen während des Wartens an der Haltestelle – das geht gar nicht. Und das haben die Hildener Grundschüler sofort begriffen: »Das ist viel zu gefährlich«, ruft Tom der Verkehrspädagogin Ina Baumann zu, die das ungezogene Kind spielt (»Was wollt Ihr denn, ich kann doch werfen...«). »Hör auf damit, oder ich nehme Dir den Ball weg«, ergänzt er und beweist damit, dass er einen wesentlichen Sicherheitsaspekt beim Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel begriffen hat. Schubsen, Sitzen auf der Bordsteinkante und ähnliche Mätzchen sind absolutes No-Go, das bringt Ina Baumann seit Jahren kurz vor den Sommerferien allen Hildener Viertklässlern bei. Seit dem Start in 2002 wurden rund 9.000 Kinder aus der Itterstadt geschult.

Ziel ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen, Unfällen vorzubeugen, die Kinder für Gefahrenquellen zu sensibilisieren und ihre Kompetenz rund um das Thema Mobilität zu erhöhen. So lernen die Schüler beispielsweise, wie sie korrekt und ohne Drängelei einsteigen und den Fahrer mit Vorzeigen des Tickets begrüßen, wie sie sich ordentlich festhalten, sicher sitzen und stehen (»Wie auf dem Skateboard«, erklärt Busfahrer Stefan Norff) und dass man besser seinen Rucksack oder Tornister im Bus nicht auf dem Rücken trägt, weil man damit andere Fahrgäste im Gesicht verletzen kann.

Besonders eindrucksvoll macht der Crash-Dummy »Tim Tonne« auf die Wucht der Kräfte aufmerksam, die sich bei der Einfahrt und einer Vollbremsung eines Busses entladen. Er lässt sich zu pädagogischen Zwecken anfahren und durch den Gang schleudern, um die Gefahren bewusst werden zu lassen. »Viele Kinder verhalten sich im Bus vernünftiger als manch Erwachsener«, stellt Bürgermeisterin Birgit Alkenings fest. »Und das können sie nun auch ihren Eltern erklären.«

Täglich sind circa 80.000 Schüler mit den Fahrzeugen der Rheinbahn im ganzen Netz unterwegs. An dem Projekt »Busschule« beteiligen sich allerdings nur die Städte Meerbusch und eben Hilden, wo die Kosten vom Stadtetat und der Eugen-Otto-Butz-Stiftung geteilt werden. Bis 2016 ist das Projekt erst einmal gesichert, betont Birgit Alkenings. »Dieses Engagement ist vorbildlich«, meint Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar. »Die Stadt Hilden übernimmt damit in kluger und vorausschauender Weise Verantwortung für ihre jungen Bürger, die mit den Bussen und Bahnen unterwegs sind; eine gute Investition in die Zukunft.«

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