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Schwester Monika Dullmann aus Jerusalem zu Gast

Haaner Hospiz- und Trauerbegleitung feiert Zehnjähriges

Haan. (BL). Der Verein der Christlichen Hospiz- und Trauerbegleitung (CHT) feiert am 9. Mai, ab 14.30 Uhr, im Forum der katholischen Kirche in Haan sein zehnjähriges Bestehen, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Neben der CDU-Bundestagsabgeordneten Michaela Noll, die die Feier mit eröffnen wird, werden spannende Referenten erwartet: Dazu zählt ganz sicher Schwester Monika Dullmann aus Jerusalem. Sie leitet dort seit vielen Jahren das French Hospital - ein Krankenhaus, das gleichzeitig Senioreneinrichtung und Sterbehospiz ist.

Unter der Überschrift »Drei Religionen unter einem Dach« wird Schwester Monika Dullmann im Mai aus dem Alltag in dieser Einrichtung berichten. Kirsten Walter, die Mitbegründerin des Haaner CHT, steht im engen Kontakt zu dem israelischen Haus. Anlässlich des Geburtstages möchte sie auch die eigene Arbeit hier vor Ort in den Blickpunkt rücken. In Anbetracht des zehnjährigen Bestehens hat sie unweigerlich einige Ereignisse noch einmal Revue passieren lassen. Da sind die vielen Momente, in denen sie selbst Sterbenden und den Angehörigen zur Seite gestanden hat. Und da sind die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter, die den Verein in dem zurückliegenden Jahrzehnt in Haan etabliert und weiter entwickelt haben. Die Vernetzung mit den medizinischen Einrichtungen, den Pflegediensten, Ärzten, Beratern, Palliativstationen und Hospizen ist dabei von großem Wert. »Wenn ich so an die Anfänge denke: Die Schwangerschaft des Hospizvereins hat drei Jahre gedauert«, berichtet Kirsten Walter mit einem Lächeln. In Haan gab und gibt es nichts Vergleichbares. Angefangen haben sie mit neun Menschen, denen die Trauerarbeit wichtig war. Heute engagieren sich 25 Mitglieder in der Hospizarbeit: »Fast alle sind aktiv«, so Kirsten Walter. Sonst könnte der Verein, der immer auch auf Spenden angewiesen ist, seine Arbeit in der Form nicht leisten. Seit anderthalb Jahren hat Kirsten Walter durch die Koordinatorin Magdalene Becker Verstärkung, beide werden mit einer halben Stelle vergütet. Magdalene Becker ist als ausgebildete Krankenschwester und Ärztin eigentlich überqualifiziert. Das sieht sie selbst allerdings nicht so. Nach einer Erziehungspause ihrer Kinder ist sie durch einen eigenen Trauerfall im Freundeskreis zur Hospizarbeit gekommen. Zusätzlich hat sie eine Ausbildung zur Seelsorgerin und im Bereich Palliative-Care absolviert und ist somit die optimale Besetzung für die Stelle.

Geschätzte 30 Menschen begleitet der CHT jährlich bis zum Tod. Dazu werden Beratungen angeboten, es gibt den Trauertreff, die Kurse und die Samstags-Sprechstunde. Im Herbst startet wieder ein neuer Kurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter in Haan. Im Vorfeld wird es einen Informationsabend dazu geben, Interessierte können sich aber schon jetzt erkundigen. Alle Daten dazu findet man auf der Internetseite www.hospiz-haan.de.

 

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