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Großübung zur Haaner Kirmes

Nach 50 Minuten waren alle Patienten abtransportiert

Haan. Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst haben gestern Abend eine großangelegte Übung zwischen den aufgebauten Fahrgeschäften und Ständen der Haaner Kirmes durchgeführt. Dabei wurde angenommen, dass es an einem Verkaufsstand zur Explosion einer Gasflasche gekommen war. Dadurch hatten Personen Verbrennungen erlitten, wurden aber auch durch herumfliegende Metallteile zum Teil schwer verletzt oder standen unter Schock. Insgesamt wurden rund 20 Patienten versorgt.

Die Übung wurde auf der Kaiserstraße zwischen Martin-Luther- und Königstraße durchgeführt. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte und Mimen beteiligt. Für den Kreis Mettmann existieren Konzepte zur Bewältigung von Schadenslagen mit einer großen Anzahl Verletzter. Die Herausforderung bei der Kirmes ist die Platzsituation durch dichte Bebauung und die aufgebauten Fahrgeschäfte und Verkaufsstände, erläutert Mirko Braunheim, stellvertretender Wehrleiter und Leiter der Übung. Gleichzeitig befänden sich viele Menschen in der Innenstadt.

Aus diesem Grund besteht bereits seit Jahren ein Einsatzkonzept für die Haaner Kirmes, welches die besonderen Rahmenbedingungen berücksichtigt. "Wir machen uns dabei zu Nutze, dass auf einer Kirmeswache zusätzliche Rettungsmittel von Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst - inklusive eines Notarztes - vorgehalten werden. Gleichzeitig ist die Feuerwache während der Hauptgeschäftszeiten der Kirmes täglich mit 21 Feuerwehrkräften besetzt", sagt Braunheim. Dadurch stehe in kurzer Zeit viel Personal zur Verfügung. Der Grund für die Vorhaltung: Ehrenamtliche Kräfte könnten zur Kirmeszeit angesichts Umleitungsstrecken und starkem Verkehr die Wache nur verzögert erreichen.

An der Übung nahmen auch die diensthabende Leitende Notärztin des Kreises Mettmann sowie zwei weitere Notärzte teil. Zudem wurde ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr Hilden mit Kollegen aus der Nachbarstadt eingesetzt. Unter der Einsatzleitung von Ulf Dalkmann galt es, Patienten zu sichten und zu betreuen, diese zu kennzeichnen und mit Dringlichkeitskategorien zu versehen, weitere Einsatzmittel heranzuführen und die Patienten schließlich sachgerecht Kliniken zuzuführen. Zudem wurde die Einsatzstellenkommunikation geübt.

Rund 50 Minuten nach Übungsbeginn waren alle Patienten transportiert. Angesichts der teilweise sehr schweren Verletzungsmuster, auf die die Einsatzkräfte getroffen waren, zeigte sich Mirko Braunheim mit dem Verlauf zufrieden. Probleme, die man an der ein oder anderen Stelle erkannt habe, würden jetzt nachbesprochen, um diese künftig vermeiden zu können.

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