BL

Finanzen in den Griff kriegen und Prioritäten richtig setzen

Die parteilose Dr. Bettina Warnecke tritt als CDU-Kandidatin

Haan. (BL). In diesem Jahr dürfen die Haaner wieder wählen gehen: Am 13. September 2015 entscheidet sich, ob Bürgermeister Knut vom Bovert (parteilos) seine dritte Amtsperiode antritt oder durch einen Gegenkandidaten beziehungsweise eine Gegenkandidatin abgelöst wird. Bis zum 27. Juli 2015 müssen die Wahlvorschläge bei der Wahlleiterin der Stadt Dagmar Formella eingegangen sein.

 

 

 

In der Frage, wer wird Haans nächstes Verwaltungsoberhaupt und übernimmt damit auch den Vorsitz des Rates, tut sich etwas in der Gartenstadt. Mittlerweile gibt es zwei weitere parteilose Frauen, die sich für das Amt interessieren, und der Ortsverband der SPD hat Jörg Dürr vor wenigen Wochen als ihren Anwärter vorgestellt. 

Neben Gabriele Haage, die für eine Kandidatur 190 Unterstützer-Unterschriften vorlegen muss, wurde Dr. Bettina Warnecke bereits von der CDU aufgestellt. Dennoch möchte sie nach eigenen Angaben parteilos bleiben und sieht sich im Zweifelsfall auch nicht als »Marionette der CDU«. 

Die Entscheidung für Warnecke haben die Christdemokraten im April während ihrer Mitgliederversammlung öffentlich gemacht. Im Herbst letzten Jahres habe die CDU mit einer Findungskommission begonnen nach einer geeigneten Person für das Amt zu suchen, beschrieb Wolfram Lohmar: »Wir hatten eine lange Liste von knapp 32 Leuten.« Warum man niemanden aus den eigenen Reihen gewählt hat, die Frage beantwortete der Stadtverbandsvorsitzende Lohmar: »Parteibuch hin oder her, das stellen wir bewusst zurück.« Die Partei sei dabei sich zu verjüngen. Frau Warnecke bringe sehr viele Attribute mit - die sie längerfristig für die Entwicklung Haans einsetzen könne. Die derzeitige Chefredakteurin im Presse- und Informationszentrum Personal im Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr in Köln habe bereits in ihrer beruflichen Vergangenheit bewiesen, dass sie einen Verwaltungsapparat führen könne, so Lohmar weiter. Nach den ersten Gesprächen mit den Christdemokraten habe sich die Juristin zwei Wochen lang intensiv Gedanken gemacht: »So eine Chance kommt nicht ständig wieder.« 

Seit sich die gebürtige Kielerin vor fünf Jahren mit ihrem Mann in Haan niedergelassen und eine Familie gegründet hat, zu der drei kleine Kinder gehören, habe sie das Geschehen in der Gartenstadt beäugt. »Wir sind nach Haan gezogen, weil es hier ein so gutes Kindergarten- und Schulsystem gibt«, gestand die 41-Jährige. Ihre Familie sei mit im Boot. Ihr Mann (Referatsleiter im Finanzministerium NRW) übernehme einen wesentlichen Teil im Haushalt und bei der Kindererziehung. »Unser Familienmodell ist kein Einzelmodell«, so die Bürgermeister-Kandidatin. 

Ein vorrangiges Thema, das ihr mögliches Amt zentral bestimmen wird, ist die desolate Finanzsituation der Stadt. »Man kann nicht nur an der Einnahmeschraube drehen, sondern wird auch kritisch die Ausgaben beäugen müssen«, so die Juristin.

Auf die Position als mögliche Vorsitzende des Rates und auf die kommunalpolitischen Arbeit bereitet sich die junge Frau jetzt schon vor - in der aktuellen Haushaltsplan-Debatte biete sich sozusagen die Möglichkeit eines »Crashkurses« an, wie Lohmar betonte. 

Ihren Wahlkampf hat Bettina Warnecke bereits begonnen, besucht neben ihrer eigentlichen Arbeit möglichst viele Termine, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Interessierte finden ein ausführliches Porträt auf der Internetseite www.bettina-warnecke-haan.de

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.