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»Es müssen Entscheidungen getroffen werden«

2. Innenstadtkonferenz brachte nicht viel Neues ans Licht

Haan. (BL). Die 2. Innenstadtkonferenz, zu der die Stadtverwaltung alle interessierten Bürgerinnen und Bürger Ende April eingeladen hatte, war gut besucht. Geschätzte 70 Menschen, zumeist aus Verwaltung und Lokalpolitik, hatten sich in der Aula des Gymnasiums versammelt, um sich in erster Linie über die Ergebnisse, die das Kölner Planungsbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen auf der Grundlage der vorangegangen zwei Veranstaltungen (1. Innenstadtkonferenz und Planungstag Innenstadt) erstellt hat, zu informieren.

Aber auch Anregungen und Änderungswünsche konnten die Anwesenden im Anschluss an die Präsentation zu den bekannten Themenfeldern einbringen: Neuer Markt und Einzelhandel, Standortentwicklung Windhövel; Rathauskurve, Stadteingänge, Alter Markt, Landesfinanzschule; Leitbild Gartenstadt, Grünflächen und Stadtgestaltung. 

Die Ausarbeitung der jeweiligen Projektziele und deren inhaltliche Umsetzung ließ bei einigen Bürgern das Gefühl aufkommen, dass eine Reihe von mitunter gut klingenden Punkten nicht unbedingt spezifisch auf die Gartenstadt zugeschnitten sind, sondern sich vielmehr auf jede beliebige Stadt dieser Größenordnung übertragen lassen. Beispielsweise sollen zur Neugestaltung der Fußgängerzone mit dem Ziel der Wettbewerbssteigerung und der Optimierung von Aufenthaltsqualität und Einkaufserlebnis, die Oberflächen neu gestaltet werden, das Stadtmobiliar durch neue Sitz- und Beleuchtungselemente ersetzt werden, Plätze für jede Altersgruppe geschaffen und die Grünflächen aufgewertet werden. 

Andere aufgeführte Punkte werden in Haan bereits gut bedient, beispielsweise die Einbettung von Kunst im öffentlichen Raum oder die Schaffung von Wasserquellen. Nicht nur, dass es auf dem unteren Neuen Markt bereits einen vielgenutzten Brunnen gibt, hat auch die Stadt-Sparkasse bereits angekündigt, bei ihren Umbaumaßnahmen ein Wasserspiel auf dem neuen Vorplatz mit einfließen zu lassen. 

Einige anvisierten Ziele wurden von den Besuchern auch als positiv empfunden: Martin Haesen, bekannt aus dem Team Baywatch vom Haaner Sommer, fand die gestalterische und ökologische Aufwertung des Schillerparks richtig gut. »Das Holzpodest, das wie ein Steg über dem Wasser liegt, finde ich toll.« Einzelhändler Dirk Flügel hätte nichts dagegen, wenn es die angesprochene Gestaltungsfibel geben würde, die ein einheitlicheres Bild von Gebäuden und Werbemaßnahmen zur Folge hätte: »Aber dann müssten auch alle mitmachen.« Dass genau das der springende Punkt bei der Umsetzung eines Innenstadtkonzeptes ist, zeigten an dem Abend die vielfältigsten Aussagen. Michael Kramp erlebt die Diskussionen seit mehreren Jahrzehnten. Er geht auch jetzt wieder davon aus, dass die Ideen zwischen den intervenierenden Gremien zermahlen werden.

Denn mit dem integrierten Handlungskonzept auf dem Tisch sind die Ausschüsse und der Stadtrat erneut gefragt: Ihnen wird das Schriftstück zur Diskussion und zum Beschluss vorgelegt. »Es müssen Entscheidungen getroffen werden«, unterstrich Ursula Mölders vom Kölner Planungsbüro. »Erst dann kann die Stadt mit den Förderanträgen weitermachen.«

Die Präsentation zur 2. Innenstadtkonferenz finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt Haan: www.haan.de

 

 

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