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»Die lebens- und liebenswerte Stadt«

Haan. Zum Neujahrsempfang begrüßte die Bürgermeisterin zahlreiche Gäste, um auf das neue Jahr anzustoßen.

Zum zweiten Mal fand der Neujahrsempfang im Schulzentrum Walder Straße statt, da die Aula des Gymnasiums abgerissen und wie das gesamte Gymnasium neu aufgebaut wird. Unter den Gästen waren beispielsweise auch der Landtagsabgeordnete Christian Untrieser, Landrat Thomas Hendele und Warneckes Vorgänger im Amt, Knut vom Bovert und Martin Mönekes sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Vereinen, Organisationen und des Haaner Einzelhandels. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Band "Spectrum".

"Ich wünsche mir ein noch selbstbewussteres Haan, ein Haan, in dem die Bürgerinnen und Bürger selbstbewusst sagen: Hier lebe ich gerne - in meiner lebens- und liebenswerten Stadt. Denn wir haben allen Grund, selbstbewusst auf das zurückliegende Jahr zu schauen", betonte Warnecke in ihrer Rede.

Als familienfreundliche Stadt investiere man in die Zukunft der Kinder, in Schulen und Kindergärten. Im vergangenen Jahr sei die Stadt mit dem Neubau des Gymnasiums ein gewaltiges Stück vorangekommen. Rund ein Drittel der Bausumme von 35 Millionen Euro sind bereits verbaut worden. Der Einzug der Schüler ist im Sommer 2020 geplant.

Auch in die Gesamtschule will man investieren: Da die Schule um den Teil der Oberstufe erweitert werden muss, ermitteln Gebäudemanagement und Schulverwaltung zurzeit den zusätzlichen Raumbedarf. Auch hier wird also investiert werden.

"Wir planen, drei unserer fünf Grundschulen neu zu bauen beziehungsweise zu erweitern. Immer mehr Schüler in Haan und Gruiten nutzen die Ganztagsangebote und verbringen ihre Lern- und Spielzeiten in der Schule. Mit den Investitionen tragen wir dem Bedarf an OGS-Plätzen Rechnung." Im vergangenen Jahr hat sich der Rat der Stadt zudem einstimmig dafür ausgesprochen, die Gemeinschaftsgrundschule Gruiten vollständig neu zu bauen.

Neben den Schulen investiere man aber auch in die Kindergärten. "Um den Bedarf zu decken, haben wir noch im Dezember zwei neue Gruppen an der Bachstraße untergebracht, die mit Fertigstellung unserer neuen viergruppigen Kita am Erikaweg in die neue Kita umziehen sollen."

Zehn Millionen Euro für Umbau der Innenstadt

In den kommenden fünf Jahren sollen zudem insgesamt rund zehn Millionen Euro in den Umbau der Innenstadt investiert werden. Vier Millionen bestreitet die Stadt dabei aus eigenen Mitteln.

"Ich bin davon überzeugt, dass das neue Erscheinungsbild der Innenstadt mit ihren dann schön gestalteten Plätzen und Grünanlagen dazu beitragen wird, dass das Stadtzentrum lebens- und liebenswerter wird", so Warnecke.

"Mitten in der Innenstadt steht unser denkmalgeschütztes Rathaus, das zu Recht gern fotografiert wird und das Wahrzeichen der Stadt ist. Der Rat der Stadt hat im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen, dass die gesamte Stadtverwaltung sowie die VHS in ein neu zu bauendes Rathaus am Unteren Neuen Markt umzieht. Der denkmalgeschützte Bau an der Kaiserstraße bleibt selbstverständlich erhalten." Er soll weiterhin für repräsentative Veranstaltungen genutzt werden. In der Dezembersitzung beschloss der Rat auch, die Obdachlosenunterkünfte an der Deller Straße zu sanieren.

"Welche Stadt geht so viele Projekte an?"

"Welche Stadt unserer Größe geht so viele Projekte an?", fragte Warnecke. "Gymnasium, Schulzentrum, Grundschulen, Kitas, modernes Verwaltungsgebäude, Innenstadtsanierung, Technologiepark - viele Bauprojekte, die bereits laufen und viele, die ausgeschrieben bzw. in Planung sind. Selbstbewusst sage ich: Ich kenne keine", sagt die Bürgermeisterin.

Ist das alles mit dem Haushalt vereinbar?

"Erstmals seit 2010 planen wir für die Jahre 2019 und die Folgejahre mit ausgeglichenen Haushalten. Entscheidend geholfen hat uns zu allererst die gute Konjunktur und die hohe Steuerkraft unserer Unternehmen.", so Warnecke.

Die erfreulich gute Konjunktur sei auch der Grund dafür, dass der Landschaftsverband Rheinland den Hebesatz senkte und als Konsequenz auch der Kreis die Kreisumlage nochmals gesenkt hat.

"Im Jahr 2019 werden wir uns zudem verstärkt um die seniorengerechte Quartiersentwicklung kümmern", so Warnecke. Mehr als ein Viertel der Einwohner in Haan ist 65 Jahre oder älter. Zudem soll ein Kinderparlament eingerichtet werden, in dem Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren ihre Interessen vertreten und eine Stimme bekommen.

Polizeiwache in Haan

Auch Landrat Thomas Hendele lobte in seiner Rede die gute Arbeit der Stadt. Auch er betonte, das Haan eine lebens- und liebenswerte Stadt sei. In seiner Rede wartete auch eine Überraschung. So habe man vom Innenministerium "grünes Licht" für die Planung einer Polizeiwache in Haan erhalten.

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