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Ab Spätsommer gehen in Solingen die Hunde baden

Nach der Freibadsaison für die Menschen folgt im Ittertal das Hundeschwimmen

Haan. /Solingen (BL). Im dritten Jahr ist es im Freibad Ittertal Usus, dass sobald die Sommersaison endet das Startzeichen für das Hundeschwimmen gegeben wird. Der Tierschutzverein Kötergedöns aus Haan organisiert das Planschvergnügen für die Vierbeiner jeden Sonntag bis in den Dezember hinein. Letztes Wochenende war der Auftakt.

Während die Vierbeiner das mittlerweile chlorfreie Nass des Nicht-Schwimmerbeckens für sich haben, können sich Frauchen und Herrchen bei Kaffee und Kuchen oder auch mal bei Grillwürstchen mit lecker Bierchen ein paar nette Stunden unter Gleichgesinnten gönnen. Dabei kommt das Eintrittsgeld (für Halter und Hund drei Euro) dem Förderverein Ittertal e.V. und somit dem Schwimmbad zugute. Katja Seidel, die Vorsitzende vom Kötergedöns e.V., kennt das Schwimmbad seit jeher. Als Hundebesitzerin kommt sie in den Sommermonaten allerdings nur noch selten dazu, selber Bahnen zu ziehen. Daher hat sie nach einer Möglichkeit gesucht, ihr Lieblings-Schwimmbad weiterhin zu unterstützen. Das Hundeschwimmen findet mittlerweile im dritten Jahr statt. Bis zu 50 Mensch-Hund-Gespanne laufen hier je nach Wetterlage auf. Für die Crew von Kötergedöns ist dieses Sonntags-Event (11 bis 15 Uhr) manchmal eine echte Herausforderung: Kasse, Aufsicht und Catering müssen besetzt sein. 

Hundische Wasserratten

Katja Seidels Bulldogge Mathilde liebt das Hundeschwimmen. Vor gut einer Woche durfte sie mit Frauchen schonmal das Gelände erkunden, um mit dem Leiter der Freizeitbetriebe Ittertal Thomas Czeckay das Organisatorische zu regeln. Dass ihr Lieblingsbecken noch verschlossen war, kommentierte die immer gut gelaunte Hündin mit großartigem Gebell, während WOCHENPOST-Redaktionshund Sam glücklich war, nicht ins Nass zu müssen: »Hier haben schon viele Hunde ihren inneren Schweinehund überwunden und sind zu echten Wasserratten geworden«, beteuert Katja Seidel. Und da sie voller Tatendrang nicht nur das Freibad sondern auch andere Tierschutzprojekte unterstützen möchte, hat sie bereits eine Menge Ideen, die während der anstehenden Hundeschwimm-Saison angedacht sind: Kommenden Samstag (23. September) findet zum Beispiel ein Hundeschwimmen für eine geschlossene Gesellschaft statt. An diesem Tag steht das Becken ausschließlich Tierschutzhunden vom Verein liberty for dogs offen. Am Sonntag dürfen dann wieder alle mit plantschen. Vorausgesetzt, die Hunde sind mit Artgenossen sozial verträglich. Und für die Besitzer gilt, dass sie auf ihre Vierbeiner aufpassen und eventuelle Hundehaufen auf dem Areal entfernen müssen. »Bisher hat das alles immer gut geklappt«, beschreibt Katja Seidel und freut sich auf die vielen bekannten Gesichter und Fellschnauzen.

Tierschutz mal anders

Der Verein Kötergedöns nennt sich nicht umsonst »der etwas andere Tierschutzverein«. Die zehn aktiven Mitglieder vermitteln keine Tiere, sondern wollen dort helfen, wo Not am Tier ist. Dafür haben sie sich schon eine ganze Menge einfallen lassen, wie den Kötergedöns-Kalender, der 2017 in Kooperation mit der Haaner Feuerwehr entstanden ist und im kommenden Jahr durch Motive mit Wasserhunden bestechen soll. Wer gern mehr über Kötergedöns und speziell über das Hundeschwimmen erfahren möchte, wird hier fündig: koetergedoens.de

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