Sozialausschuss informiert sich über »Soziale Stadt«

Erkrath. Erkrath (NM). Das Förderprogramm »Soziale Stadt« des Landes NRW steht morgen, 4. Februar, auf der Agenda des Sozialausschuss. Die Liga der Wohlfahrtsverbände Erkrath befürwortet die Nutzung des Programms. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wird zudem die Wahl des Behindertenbeauftragen wiederholt. Da den immer knapper werdenden kommunalen Haushaltsmitteln immer größere soziale Aufgaben gegenüber stehen, nutzen bereits seit vielen Jahren umliegende Städte das Förderprogramm »Soziale Stadt«, um diese finanzielle Lücke durch Drittmittel zu schließen. Einen Vorstoß in diese Richtung hat im Dezember auch der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Erkrath gemacht. »Die Liga der Wohlfahrtsverbände Erkrath ist für die Nutzung des Förderprogramms »Soziale Stadt«, um auch in Zukunft sozialen Fragen angemessen Rechnung tragen zu können«, erklären die Sprecher der Liga, Norbert Baumgarten und Barbara Haane, in einer schriftlichen Pressemitteilung. Die Liga begrüße die einstimmige Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses vom 7. Dezember, den Sozialausschuss in ihrer morgigen Sitzung im Rahmen einer sogenannten Erstberatung durch das Land NRW eingehend über die Möglichkeiten des Förderprogramms »Soziale Stadt« zu beraten. Die Liga der Wohlfahrtsverbände sehe den mit der Nutzung des Förderprogramms verbundenen höheren Aufwand, den die Stadtverwaltung durch die Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes, die Beantragung der Fördermittel und den Nachweis der entsprechenden Mittelverwendung habe, erklären die beiden. Zur Verringerung des Aufwandes könne die Stadt aber Aufgaben an externe Agenturen vergeben und deren Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. Die Wohlfahrtsverbände seien ebenfalls bereit, selbst unterstützend mitzuarbeiten. »Bei dem Förderprogramm »Jugend stärken im Quartier« wird dies bereits erfolgreich praktiziert«, so Baumgarten. Dem Mehraufwand stehen erhebliche Vorteile für die Stadt und ihre Bürger gegenüber. Baumgarten: »Das Förderprogramm hat eine doppelte Wirkung, wobei jeder Bereich für sich genommen schon ausreichend große Vorteile bietet, um das Förderprogramm zu nutzen. Die »Soziale Stadt« ist eine Maßnahme des Städtebaus und der Stadterneuerung und ermöglicht der Stadt Erkrath so beispielsweise, den anstehenden Neubau der Grundschute Sandheide und anderes mehr mit bis zu zwei Dritteln der Planungs-, Herstellungs- und Gesamtbaukosten von Bund und Land gefördert zu bekommen. Dies allein generiert schon Millionenbeträge, auf die die Stadt eigentlich nicht verzichten kann.« Zum Zweiten öffne die »Soziale Stadt« den Zugang zu einer Reihe weiterer Förderquellen wie den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Europäischen Regionalfonds (EFRE), über die weitere Millionenbeträge für die Stadt Erkrath akquiriert werden können. »Allein über das Programm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ) sind 300.000 bis zwei Mio. Euro Fördermittel erschließbar«, so Baumgarten und Haane. Die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Soziales beginnt am Mittwoch, 4. Februar, um 17 Uhr und findet im Rathaus statt. Im nicht öffentlichen Teil wird die Wahl des Behindertenbeauftragten wiederholt, nachdem es in der ersten Wahl eine Pattsituation zwischen Hans-Georg Saur (FDP) und Marion Kremerius (Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe MS-Treff Erkrath) gegeben hatte. Die beiden stellen sich ebenso wie die bisherige Behindertenbeauftragte Karin Fink erneut zur Wahl. Erkrath (NM). Das Förderprogramm »Soziale Stadt« des Landes NRW steht morgen, 4. Februar, auf der Agenda des Sozialausschuss. Die Liga der Wohlfahrtsverbände Erkrath befürwortet die Nutzung des Programms. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wird…

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