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Straftaten nehmen kreisweit ab

Erkrath. Kreisweit weniger Straftaten und eine bessere Aufklärungsquote: Die Kriminalstatistik 2018 macht deutlich, dass die Polizei im Kreis »hervorragende Arbeit« leistet. und sich die gefühlte Sicherheit von der realen deutlich unterscheidet. In Erkrath hat die Zahl der Straftaten allerdings wieder zugenommen.

Die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ist seit langem ein Schwerpunkt in der Arbeit der Kreispolizeibehörde Mettmann. "Und in 2018 ist die Gesamtzahl nochmal deutlich gefallen", teilt der Leiter der Direktion Kriminalität, Hans-Joachim Spröde, auf der Jahrespressekonferenz mit. Genau begründen könne er diese positive Entwicklung allerdings nicht. "Hier spielt eine Fülle von Faktoren eine Rolle", sagt er. "Mit Blick auf die Straftatenentwicklung fällt vor allem ein erfreuliches Zehnjahrestief auf", so Kreisdirektor Martin M. Richter, der in Vertretung für Thomas Hendele an der Pressekonferenz teilnahm.

Straßenkriminalität

Vor allem im Bereich der Straßenkriminalität wird das deutlich. Kreisweit wurden im Vorjahr 27.965 Straftaten erfasst. Das seien über 1.000 weniger als noch in 2017. Diese erfreuliche Entwicklung halte bereits seit 2013 an. Damals waren es noch 33.899 Straftaten. Die Aufklärungsquote habe sich mit 55,24 Prozent im fünften Jahr in Folge verbessert und liege damit stabil oberhalb der 50-Prozent-Marke. "In neun von zehn kreisangehörigen Städten lebt man somit vergleichsweise sicherer als im Landesschnitt", betont Richter. Allerdings gab es auch unerfreuliche Zahlen zu berichten, denn die Fallzahlen in den Deliktsfeldern der Gewaltkriminalität sind erneut gestiegen. Sie liegen nunmehr bei 992 Fällen (2017: 910). Die Aufklärungsquote sei aber leicht gestiegen auf 82,26 Prozent (2017: 78,68 Prozent).

Sexualdelikte

Auch die Anzahl der erfassten Sexualdelikte stieg im Jahr 2018 von insgesamt 216 auf 268. Die Aufklärungsquote stieg dabei von 75,93 auf 80,22 Prozent. "Eine Problematik der Darstellung der Zahlen ergibt sich aus einer Umstellung der polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 2018", erklärt Spröde. Im Nachgang zu den Vorfällen in der Kölner Silvesternacht sei es bereits Ende 2016 zu einer Verschärfung der Gesetzeslage im Bereich des Sexualstrafrechts gekommen. Die Folge sei, dass ein unmittelbarer Vergleich mit den Vorjahren zunächst schwerer fällt und man nunmehr die weitere Entwicklung beobachten muss. Daher sei die vermeintliche Steigerungen im Bereich der Sexualstraftaten mit nötiger Vorsicht im Hinblick auf die 'Erweiterung' des Sexualstrafrechts und das möglicherweise erhöhte Anzeigeverhalten zu betrachten. "Neben der Bearbeitung von Strafanzeigen muss parallel eine Vielzahl von Tätigkeiten wahr genommen werden, die nicht in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst werden", sagt Spröde.

Die Zahlen in Erkrath

Dazu gehören unter anderem 885 Todesermittlungen mit 127 Obduktionen und rund 1.000 Vermisstensachen. Ebenso gebe es eine Vielzahl an Ermittlungsersuchen anderer Polizeibehörden, der Gerichte und Staatsanwaltschaften. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Kriminalitätshäufigkeitszahl in Erkrath auf einen Wert von 5.850 (5.474: 2017). Damit liegt sie knapp oberhalb der Kriminalitätshäufigkeitszahl des Kreises. Es wurden insgesamt 973 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 260 unter 21 Jahre alt. Von 2.598 Fällen wurden 1.366 aufgeklärt.

Die Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruch sind erneut gesunken; von 103 Fällen im Jahr 2017 auf jetzt 69 Taten. Die Aufklärungsquote ist deutlich auf 39,13 Prozent (21,36 Prozent) gestiegen. Die Fallzahlen im Bereich der Straßenkriminalität sind wieder etwas gestiegen. Die Aufklärungsquote in Höhe von 15,13 Prozent (19,45 Prozent: 2017) ist im Gegensatz zum Vorjahr gesunken. Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden insgesamt 86 Fälle erfasst bei einer leicht gesunkenen Aufklärungsquote von 82,22 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 76,74 Prozent.

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