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Stahl, Kletterhalle und Retter des Lokschuppens

Erkrath. In Hilden wurden jetzt die Preise für die Unternehmer des Jahres im Kreis Mettmann vergeben. Corinna Schreiber, Marcel Buchmann, Justin Bohn und Gottfried Bander sind die Geehrten.

Rund 150 Gäste waren zum Firmensitz der Kukko Werkzeugfabrik Kleinbongartz & Kaiser in Hilden gekommen, um zu erfahren, wen der Unternehmerkreis Mettmann in diesem Jahr mit der Auszeichnung "Unternehmer des Jahres im Kreis Mettmann" würdigen würde.

In drei Kategorien gab es diese Ehrung, für den Unternehmer des Jahres, das Start-up des Jahres sowie den NeanderPreis, mit dem ein unternehmerisches Lebenswerk gewürdigt wird.

Die Wahl des Unternehmerkreises fiel dabei auf Corinna Schreiber von der Schreiber Stahlbau GmbH aus Hilden als Unternehmerin des Jahres. Start-up des Jahres ist die Kletterhalle "Bergstation Hilden" mit ihren beiden Gründern Marcel Buchmann und Justin Bohn. Der NeanderPreis als Ehrung für das unternehmerische Lebenswerk ging in diesem Jahr an den langjährigen Geschäftsführer von Contacto Bander in Erkrath, Gottfried Bander.

Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings hielt die Laudatio auf die Diplom-Betriebswirtin Corina Schreiber, die nach dem Tod ihres Mannes 2014 das Familienunternehmen weiterführte und sich "mit Feingefühl, Willenskraft und der Unterstützung des vorhandenen Mitarbeiterstamms in einer doch noch von Männern dominierten Sparte" durchgesetzt habe.

Die Haanerin ist darüberhinaus Mitglied in verschiedenen Unternehmensverbänden im Kreis und hat sich stets für soziale Projekte engagiert. Die Lobrede auf die Gründer der Bergstation hielt Ulrike Römer vom Unternehmerkreis, die betonte, dass Buchmann und Bohn "mit der beeindurckenden Kletterhalle Großes gelungen" sei. Die Anfang 2017 eröffnete Halle bietet auf über 3.000 Quadratmetern Kletterfläche für Anfänger bis zum Profi und sei " eine in unserer Region einzigartige Möglichkeit, die Leidenschaft für das Klettern zu entdecken und auszuleben".

In seiner Laudatio auf den Träger des NeanderPreises für sein unternehmerisches Lebenswerk, Gottfried Bander, schilderte Landrat Thomas Hendele das Leben und Wirken des Erkrathers. Gewürdigt wurde dabei insbesondere auch das soziale Engagement und das Wirken Banders in der Heimat. Der 1941 Geborene hatte nach seiner Ausbildung bei der Kreisverwaltung Mettmann, beim Edelstahlgeschirr-Hersteller Contacto angefangen - und nachdem er die Tochter des Firmeninhabers geheiratet hatte, übernahm er nach dem Tod des Schwiegervaters 1986 die Firmenleitung. 2006 übergab er die Geschäftsführung an seinen Sohn Christian. Neben vielem Enagegement in Erkrath. etwa als Protektor des Männergesangsvereins und des Frauenchors Hochdahl sowie als Mitinitiator des Trillser Straßenfests ist er auch als "Retter des Lokschuppens" in Erkrath bekannt. Anfang der 90er-Jahre kaufte er das nicht mehr genutzte, damals heruntergekommene rund 150 Jahre alte Gebäude und die dazu gehörigen Gleisanlangen und setze alles wieder instand. Heute beherbergt der Lokschuppen ein Eisenbahnmuseum und ein Restaurant und wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt.

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