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Im August wird in Erkrath seit über 20 Jahren gejazzt

Erkrath. An den ersten drei Sonntagen im August wird in Erkrath seit 22 Jahren gejazzt. Erleben Sie in außergewöhnlichem Ambiente »dirty tones» wie einst in den 1920ern in New Orleans.

Am Sonntag, 4. August, geht der 22. Erkrather Jazzsommer in die nächste Runde. Ab dann gibt es im Lokschuppen Hochdahl an drei Sonntagen (4., 11. und 18. August) jeweils von 11 bis 15 Uhr wieder Jazz vom Feinsten.

Das Restaurant Olive bietet wieder Köstliches vom Grill an. Finanziell ermöglicht wird der Jazzsommer der Stadt Erkrath seit der ersten Veranstaltung vor 22 Jahren von der Kreissparkasse Düsseldorf. Zudem unterstützte der Förderverein neanderland Kultur e.V. (Fönek) die Veranstaltung. Er hat den Zweck, Kunst und Kultur im Kreis Mettmann zu fördern.

Der Auftakt

Den musikalischen Auftakt geben die Atlanta Jazzband Köln. Seit vielen Jahren in der Szene ein fester Begriff, wurde 1986 wiedergegründet mit dem neuen Gedanken, Old Jazz zu spielen. Dass sich daraus ein solch eigenständiger Sound entwickeln würde, war nicht abzusehen. Bald hieß er einfach "Old Jazz In New Colours".

Aber bei sechs so unterschiedlichen musikalischen Vorgeschichten verwundert es heute nicht, wenn die Stile durchmischt wirken, als wollten Ragtime, Blues, funky music, Dixieland und Salsa eine lebenslange Liaison eingehen. Nicht zuletzt prägen eine Reihe origineller Eigenkompositionen das Klangbild der sechsköpfigen Band.

Am 11. August folgt die "New Orleans Jazz Band of Cologne". Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft von New Orleans im Jahre 1994, die zweimalige Teilnahme am weltgrößten Heritage Festival in New Orleans und zahlreiche offizielle Konzertauftritte in der legendären Preservation Hall in New Orleans fühlen sich in der Summe wie ein Ritterschlag an, auf den diese siebenköpfige Band sehr stolz ist. Das seit 1959 konsequent verfolgte Ziel, den traditionellen New Orleans Jazz zu pflegen und ihn so authentisch wie möglich zu präsentieren, hat der Band inzwischen europaweit viel Lob, Anerkennung und Erfolg eingebracht. Die Band sorgte schon im vergangenen Jahr für große Begeisterung unter den Besuchern des Jazzsommers. Zudem befinden sich die Musiker auf ihrer 60-Jahre-Geburtstagstour.

Den Abschluss bildet die "Woodhouse Jazzband" am 18. August. 1953 gründeten Gymnasialschüler aus Mülheim an der Ruhr unter der Leitung des Trompeters Helmut Schlitt eine Oldtime Jazzband. Die Proben fanden in einer Holzhütte im Uhlenhorstwald statt, daher der Name Woodhouse. Nach beachtlichen Preisen in vorderster Reihe folgten erste Schallplattenverträge unter Climax. 1962 gibt es einen Wechsel an der Posaune. Horst Janßen wird Bandmitglied und übernimmt das Management. Bei Woodhouse wird eine deutliche Tendenz von Oldtime hin zu moderneren Stilrichtungen erkennbar. In den 70er und 80er Jahren folgen etliche TV- und Rundfunkauftritte. Künstlerischer Leiter der Woodhouse-Jazzband ist der Düsseldorfer Schlagzeuger und Arrangeur Rolf Drese. Die Lokschuppen Allstars um den musikalischen Leiter Jacky Müller werden in diesem Jahr nicht dabei sein. 21 Mal waren die Allstars bisher Teil der Veranstaltung.

Karten im Vorfeld sichern

Alle drei Veranstaltungen des Jazzsommers beginnen um 11 Uhr, Einlass ist um 10.30 Uhr. Karten sind im Kulturamt, im Restaurant Olive und in allen Erkrather Geschäftsstellen der Kreissparkasse Düsseldorf sowie an der Tageskasse erhältlich. Im Vorverkauf kosten die Tickets 7 Euro, an der Tageskasse 8 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Freie Platzwahl. Keine Sitzplatzgarantie. Die Organisatoren empfehlen, mit dem öffentlichen Personennahverkehr anzureisen.

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